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Bredenheider Weg: Die Kuh ist vom Eis

Der Wasserbeschaffungsverband Harburg erneuert derzeit die Trinkwasserleitungen im Bredenheider Weg
bc. Neu Wulmstorf. Mitte Juli soll es losgehen: Der Bredenheider Weg - eine der wichtigsten Verbindungsstraßen Neu Wulmstorfs zwischen B73 und L235 - wird saniert. Die Kuh ist vom Eis. Die Landeszuschüsse von knapp einer Mio. Euro fließen jetzt doch. Weil die Gemeinde Abstriche bei der Planung macht.

Wie berichtet, kündigte das Land an, die bereits zugesagte Förderung zu kappen, weil Politik und Verwaltung den Bredenheider Weg mit Hilfe von vier Verkehrsinseln beruhigen wollten. Vier Querungshilfen, die beim Land nicht gut ankamen, da sie den Verkehr in der Tempo-50-Zone vermeintlich behindern würden. "Wir verzichten jetzt einfach auf die Querungshilfen", sagt Vize-Verwaltungschef Jörg Schröder.

Bevor die Gemeinde die Straße aufreißt, ist aber zunächst der Wasserbeschaffungsverband Harburg (WBV) an der Reihe. In den nächsten Wochen werden Stück für Stück die Trinkwasserleitungen erneuert, die im Gehwegbereich liegen. Schröder: "Wir befinden uns in enger Abstimmung mit dem WBV. Die Leitungen müssen jetzt verlegt werden, damit wir danach loslegen können. Wir wollen noch vor dem Winter die Sanierungsarbeiten abschließen." Ein ehrgeiziges Ziel, wie Jörg Schröder zugibt. In Kürze werden die Anwohner zu Informationsversammlungen eingeladen.

Liegen die Leitungen, schüttet der WBV den Gehweg provisorisch wieder zu. Nur wenige Wochen später reißt die Gemeinde die Straße wieder auf. Sinnvoll?
"Anders geht es nicht. Schließlich wollen die Anwohner ihre Grundstücke erreichen können. Wir hoffen, Ende Juni fertig zu sein", sagt Günter Hentschel, Technischer Geschäftsführer des WBV. Bis Ende des Jahres will der Versorger alle alten Graugussleitungen südlich der B73 in Neu Wulmstorf austauschen. Hentschel: "Wir investieren einige 100.000 Euro in Neu Wulmstorf."

Das Thema Querungshilfen für den Bredenheider Weg ist indes nicht komplett gestorben. "Sofern die Fördermittel nicht mehr gefährdet sind, soll das Thema wieder auf den Tisch kommen", so Schröder. Bis dahin könnten jedoch einige Jahre ins Land ziehen.