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Ein Katastrophengebiet braucht Hilfe

Ein Blick in den Abgrund: Vielen Menschen wurde durch das Erdbeben alles genommen (Foto: Humans for Humanity/Ezra Millstein)
 
In den überfüllten Lagern drohen Epidemien auszubrechen (Foto: Humans for Humaniy/Ezra Millstein)

Rettungsaktionen in Nepal werden immer schwieriger / Neu Wulmstorfer engagieren sich

Tausende Tote, zehntausend Verletzte, zerstörte Häuser, unzählige Obdachlose: In einigen Gegenden Nepals, einem der ärmsten Länder der Welt, herrschen durch das Erdbeben am vergangenen Samstag katastrophale Zustände. Im Kathmandutal, in dessen Zentrum sich Nepals Hauptstadt Kathmandu befindet, werden Lebensmittel knapp.

Eine Art Stadtflucht in die Berge hat eingesetzt. „Die Menschen hoffen, in den Scheunen und auf den Äckern der Heimatdörfer noch Essbares zu finden“, berichtet Wolfgang Zarth, Sprecher des Nepalteams der Michaelis-Kirchengemeinde Hamburg-Neugraben. Das Nepalteam arbeitet eng zusammen mit der SAHAS Nepal, einer Nicht-Regierungsorganisation, die in Kontakt mit lokalen Behörden und Selbsthilfegruppen steht. Am Anfang habe Zarth noch telefonischen Kontakt zu seinen Partnern in Nepal gehabt, dann nur noch über E-Mails, denn telefonieren ging nicht mehr. Durch die geringe Stromversorgung werde auch das immer schwieriger.
Seit über 20 Jahren setzt sich Wolfgang Zarth mit ehrenamtlichen Mitarbeitern für den Himalaya-Staat ein. „Im Distrikt Rasuwa, nördlich der Hauptstadt Kathmandu, sind 90 Prozent aller Häuser zerstört und weit über 100 Mitglieder der von dem Projekt gegründeten Selbsthilfegruppen gestorben“, sagt Wolfgang Zarth.

Beinahe rund um die Uhr arbeiten die Helfer. Trinkwasser und Essen werde knapp, wurde Wolfgang Zarth per Mail berichtet. Aufgrund der schlechten hygienischen Versorgungen drohen sich erste Epidemien in den großen Notlagern auszubreiten.
Hilfeleistungen sind teilweise schwer durchzuführen, Hilfsgüter kaum lieferbar. Es gibt einige feste Straßen, doch in die Berge, das weiß Wolfgang Zarth von seinen Reisen, kommt man hauptsächlich über Trampelpfade. „Außerdem hat die Regenzeit, die sonst gegen Juni beginnt, früher eingesetzt als sonst. Dadurch sind viele Wege für Fahrzeuge unpassierbar, die Böden werden zu Schlammwüsten. In den Flüssen steigt das Wasser und die Autos kommen nicht mehr durch die Furten.“ Diesel werde ebenfalls knapp, der Treibstoff käme aus Indien und von dort seien Lieferungen derzeit nur eingeschränkt möglich.

Gemeinsam mit Wolfgang Zarth engagiert sich auch der Neu Wulmstorfer Klaus Lehmann mit seiner Frau Renate im Nepalteam. Das Ehepaar hatte das Land in den Jahren 2011 und 2014 bereist und will jetzt von Deutschland aus Hilfe leisten. „Viele Nachbarn und Bekannte haben mich angesprochen und wollten Genaueres wissen, unter anderem auch, wohin sie spenden können“, sagt Lehmann. Gerade erstellt er einen Flyer, in dem er noch einmal auf die aktuelle Situation hinweist und Spenden-Infos gibt.

• Weitere Informationen dazu bei Klaus Lehmann unter Tel. 040-7024789 oder unter www.sahasnepal.org.np. Infos über das Nepalteam gibt es unter www.kirche-suederelbe.de/neugraben, Rubrik „Aktivitäten“.
Spendenmöglichkeiten online gibt es auch bei „Habitat for Humanity“ unter www.hfhd.de oder bei „Aktion Deutschland Hilft“ unter www.spendenkonto-nothilfe.de.