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Eine Website, die sprechen kann

Die Macher der neuen Homepage (v.li.): Partho Banerjea, Michael Krüger und Katja Kockmann
bc. Neu Wulmstorf. Acht Jahre hatte die alte Homepage der Gemeinde Neu Wulmstorf auf dem Buckel. Über die Zeit wurde sie immer unübersichtlicher. 185 Navigationspunkte fanden sich auf vollgefütterten vier Ebenen wieder. Zeit, einen Relaunch zu wagen, um die Seite an die gegenwärtigen und zukünftigen Ansprüche der mobilen Welt mit Smartphones und Tablet-Computern anzupassen. Seit Kurzem wird der User auf www.neu-wulmstorf.de von einem schlanken und anwenderfreundlichen Menü begrüßt. Überflüssige Seiten wurden entfernt, die Startseite an die unterschiedlichen Endgeräte und Displaygrößen angeglichen. Am Mittwoch stellten die Macher der Website, die Rathaus-Mitarbeiter Partho Banerjea, Katja Kockmann und Michael Krüger, die neue Homepage vor.
Mit zwei wesentlichen und für kommunale Internetseiten innovativen Neuerungen gehört die Gemeinde zu den Vorreitern im norddeutschen Raum. Was bislang hierzulande nur die Stadt Wolfsburg anbietet, hat Neu Wulmstorf jetzt auch: eine Vorlesefunktion. Eine Computerstimme ("Read Speaker") trägt auf Mausklick die Inhalte der Internet-Seite vor - zwar manchmal noch etwas holprig und befremdlich, wenn auch Bildhinweise oder Schrägstriche mitgelesen werden, aber Neu Wulmstorf reagiert damit auf aktuelle Gegebenheiten. "Es gibt immer mehr Menschen mit Sehbehinderungen in unserer Gesellschaft", sagt Fachdienstleiter Partho Banerjea. Diese Funktion soll Barrieren abbauen. Zudem könnten sich Interessierte Homepage-Inhalte zum Beispiel auch beim Autofahren oder anderen Tätigkeiten vorlesen lassen. Warum nicht mal beim Joggen? "Wir werden Stück für Stück mit unserem Partnerdienst die Vorlese-Funktion optimieren", sagt Gemeindesprecher Michael Krüger, der u.a. für die Texte auf der Website verantwortlich zeichnet. Geplant ist, zu einem späteren Zeitpunkt auch die Sitzungsvorlagen vorlesen zu lassen.
Die zweite Besonderheit auf der Homepage ist die Google-Übersetzung, mit der Artikel in englischer, französischer, spanischer, polnischer, russischer und ungarischer Sprache übertragen werden.
Zehn Wochen haben sich die Macher intensiv mit dem Relaunch der Homepage befasst, 200 interne Personalstunden aufgewendet, um das Portal zu entwickeln. 16.000 Euro inklusive eines Workshops hat die neue Seite gekostet. Krüger: "Es wurde keine externe Agentur beauftragt."