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Elstorf: Landwirt Henner Schönecke über die Auswirkungen der Geflügelpest

"Ein gutes Ostergeschäft ist in Sicht": Henner Schönecke mit fröhlich gefärbten Ostereiern in seinem Betrieb

"Das Ei ist ein Trendprodukt"

ab. Elstorf. Vor gut vier Wochen wurde die Aufstallungspflicht in einigen Landkreisen Niedersachsens aufgehoben. Auch die Hühner des Geflügelhofs Schönecke in Elstorf sind seitdem wieder "auf freiem Fuß" und dürfen sich erneut in ihren Gehegen im Freien aufhalten. "Die Geflügelpest hat sich in Niedersachsen ganz unterschiedlich ausgewirkt", sagt Landwirt Henner Schönecke. Es sei abhängig gewesen von Region und Geflügeldichte. Am gefährdetsten seien Puten über 14 Wochen, "sie waren am meisten befallen", so Schönecke. Die Landkreise Harburg und Stade seien Gebiete mit geringem Risiko: Beispielsweise gebe es wenig Wildvogeldurchzug und keine großen Gewässer in unmittelbarer Nähe von Geflügelhöfen.

In anderen Regionen sieht es nach wie vor dramatisch aus. Gerade kürzlich habe er mit einem von der Geflügelpest betroffenem Hof-Besitzer telefoniert, der habe geweint, erzählt Schönecke. "Meine Hühner fallen vor mir um und ersticken", habe der Mann berichtet.

Der Erstickungstod sei schlimm, meint der Neu Wulmstorfer. "Eine tierschützende Maßnahme ist es, das Geflügel bei Verdacht zu töten." Hier sei unverzügliches Handeln dringend erforderlich, denn: "Das Virus breitet sich aus wie ein Brand in einem trockenen Wald", weiß Schönecke. Betriebe müssten schnell geräumt werden, um die Ausbreitung zu unterbrechen. Doch in großen Betrieben sei genau das ein Problem. Schönecke: "Wenn dort 80.000 Geflügel gehalten werden, dauert eine Räumung ca. 14 Tage. Innerhalb dieses Zeitraums sterben die Tiere von alleine."

Auf dem Geflügelhof Schönecke werden weiterhin Vorsichtsmaßnahmen ergriffen: "Bis Ostern", sagt der Landwirt, "gibt es keinen Besucherverkehr, denn in die Ställe dürfen nur sehr wenige Personen."
Glück hätten sie gehabt, sagt Henner Schönecke. Zwölf Wochen lang durften im Landkreis Harburg während der Aufstallungspflicht die Eier noch als Freilandeier deklariert werden. "Wir mussten nur eine Woche lang ,Bodenhaltung' auf den Packungen vermerken." Nach Ende der Aufstallungspflicht seien ihre Freilandeier permanent ausverkauft.

Eier, fügt Schönecke hinzu, seien nach wie vor ein Trendprodukt. "Im vergangenen Jahr wurden pro Kopf 235 Eier verkauft - Tendenz steigend", so der Landwirt. Auch dass Ostern in diesem Jahr recht spät ist, sei von Vorteil. "Die Verbraucher haben richtig Lust auf Ostern und auch auf bunte Eier - das sind prima Voraussetzungen für ein gutes Ostergeschäft", freut sich Schönecke.

www.schoenecke.de