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Elstorf: Rotlichtblitzer kommt

bc. Elstorf. Der Unfall, bei dem ein Achtjähriger auf der B3 in Elstorf von einem Lkw angefahren und verletzt wurde (das WOCHENBLATT berichtete), hat offensichtlich wachgerüttelt. Die Straßenbaubehörde in Lüneburg hat endlich reagiert und die Schaltung der einzigen Ampel an der Bundesstraße im Ort optimiert, so wie es die Neu Wulmstorfer CDU per Antrag seit längerem gefordert hatte.

Der Zeitraum zwischen Rot für den Straßenverkehr und Grün für die Fußgänger ist seit vergangenen Montag um zwei Sekunden verlängert worden. "Katastrophal, dass immer erst etwas Schlimmeres passieren muss, damit etwas geschieht", sagt SPD-Fraktionschef Tobias Handtke.

Seit Jahren haben Elstorfer Eltern Angst um ihre Kinder. Viele Schüler queren die Ampel auf ihrem Weg zur Grundschule. Nach Angaben von Augenzeugen rauschen hier täglich mehrere Autos und Lkw bei Rot rüber und gefährden Fußgänger, die die Straße bei Grün queren wollen. Der Kreuzungsbereich B3/Ecke Mühlenstraße (L235) sei trotzdem kein Unfallschwerpunkt, teilte die Lüneburger Behörde Ende 2012 mit.

Damit die Ampel noch sicherer wird, will nun auch der Landkreis Harburg einschreiten. "Ein fest installierter Rotlichtblitzer wird kommen", bestätigt Kreissprecher Bernhard Frosdorfer auf WOCHENBLATT-Nachfrage. Der Kreis werde die Anlage bezahlen und bei eventuellen Rotlichtverstößen das Bußgeld kassieren. Eine solche Anlage kostet ca. 90.000 Euro. In der kommenden Woche startet die Winsener Behörde eine Verkehrszählung. Wann der Blitzer installiert wird, steht noch nicht fest.

Lesen Sie dazu unseren Vorbericht:
Ein Unglück mit Ansage