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Gemeinde Neu Wulmstorf soll nur noch Ökostrom beziehen

Ab 2015 könnte im Neu Wulmstorfer Rathaus grüner Strom aus der Steckdose kommen (Foto: Pixelio/Thorben Wengert)
bc. Neu Wulmstorf. Neu Wulmstorf soll nach Ansicht der SPD-Fraktion im Gemeinderat eine Vorbildfunktion in Sachen Klimaschutz einnehmen. Künftig sollen alle gemeindlichen Einrichtungen Strom aus 100 Prozent regenerativen Energien beziehen - sogenannten "Ökostrom". Am Donnerstag, 12. September, befasst sich der Bau-, Planungs- und Umweltausschuss mit dem Antrag der Sozialdemokraten. Die Sitzung im Rathaus beginnt um 19.30 Uhr und ist öffentlich. "Die Energiewende ist politisch gewollt. Unsere Gemeinde sollte Vorbild sein. Andernfalls lässt sich schwer von den Bürgern einfordern, auch auf Ökostrom umzustellen", sagt SPD-Fraktionschef Tobias Handtke.

Gute zweieinhalb Jahre nach der Reaktorkatastrophe im japanischen Fukushima sind die erneuerbaren Energien in Deutschland auf dem Vormarsch. Die Stromerzeugung aus fossilen und atomaren Quellen scheint ein Auslaufmodell zu sein. „Wind, Sonne und Bioenergie setzen sich im deutschen Energiemix zunehmend durch. Damit wächst ihr volkswirtschaftlicher Nutzen, da die erneuerbaren Energien keine unkalkulierbaren Risiken und versteckte Folgekosten mit sich bringen, wie die fossil-atomare Stromproduktion“, sagt Philipp Vohrer, Geschäftsführer der Agentur für Erneuerbare Energien (AEE).

Frühestens ab 2015 könnten im Neu Wulmstorfer Rathaus die Lampen mit Hilfe von grünem Strom leuchten. Ende 2014 läuft der Vertrag mit dem aktuellen Energieversorger aus. Wie teuer die Umstellung tatsächlich wird, lässt sich derzeit schwerlich bestimmen. In der Vorlage der Gemeindeverwaltung für die Sitzung am Donnerstag werden die Mehrkosten auf ca. 7.500 Euro pro Jahr geschätzt.

Schon 2010 forderte die SPD Ökostrom für die Gemeinde Neu Wulmstorf. Damals lehnte eine Mehrheit im Rat den Antrag ab - übrigens mit zwei Stimmen der SPD.
Bürgermeister Wolf Rosenzweig hält viel vom Bezug von Ökostrom - sofern es die Haushaltslage der Gemeinde erlaubt. Eine abschließende Entscheidung könne aber erst im Rahmen der Haushaltsplanberatungen getroffen werden. Die finden vermutlich Anfang des nächsten Jahres statt.

• Außerdem auf der Tagesordnung im Bauausschuss: der geplante Ausbau der Schützenstraße in Elstorf.