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Glühbirnen im Rathaus haben ausgedient

Knipst der Hausmeister derzeit das Licht im Ratssaal an, kommt der Stromzähler in Wallung
bc. Neu Wulmstorf. Die Tage der Glühbirne im Neu Wulmstorfer Rathaus sind gezählt. 2014 soll den Ratsmitgliedern mit LED-Technik (Light Emitting Diodes, auf deutsch Leuchtdiode) ein Licht aufgehen. Gut 68.000 Euro hat der Gemeinderat jetzt im Haushalt dafür bereitgestellt. 27.000 Euro davon schießt das Bundesumweltministerium dazu. Der Plan, auf LED zu setzen, spukt schon lange im Rathaus herum. Seit 2010 schiebt die Gemeinde die Sanierung vor sich her.

Knipst der Hausmeister derzeit das Licht im Ratssaal an, kommt der Stromzähler in Wallung. In Rekordgeschwindigkeit dreht sich das Rädchen. Das soll sich ändern. LED-Technik gilt als energieeffizient, ökologisch und umweltschonend. Die Gemeinde will ihre Stromrechnung mit der neuen, modernen Beleuchtung deutlich senken. Nach Darstellung der Verwaltung beträgt das Einsparpotenzial 31.718 Kilowattstunden pro Jahr. Das entspricht einer Ersparnis von 84 Prozent der aktuellen Stromkosten.

Hintergrund: Seit September 2012 dürfen nach Vorschrift der EU nur noch Glühlampen mit einem Lichtstrom von kleiner als 60 Lumen (etwa 10 Watt) vertrieben werden. Hier und da verkaufen zwar gewiefte Händler noch immer Restposten, doch das Ende der beliebten Birne ist absehbar.

Mit dem jetzt zur Verfügung gestellten Geld können im Neu Wulmstorfer Rathaus der Ratssaal, drei Mehrzweckräume und der Flur entsprechend umgerüstet werden. Die Arbeiten sollen bereits Ende Januar 2014 abgeschlossen sein. Nach Angaben der Verwaltung müssen insgesamt 376 Glühbirnen ausgetauscht werden, alleine die opulente Anlage im Ratssaal benötigt 320 Birnen. Ordnungsamtsleiterin Nina Wolf: "Die Investition amortisiert sich für den Ratssaal bereits nach ca. sechseinhalb Jahren."
Auch das Klima bedankt sich: Auf 20 Jahre gerechnet verringert die Gemeinde ihren CO2-Ausstoß um 374 Tonnen.