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Heide-Residenz bald ein Spezialpflegeheim für Demenzkranke?

Seit fast acht Monaten steht die Heide-Residenz leer
bc. Neu Wulmstorf. Die "Heide-Residenz zum Voßberg" an der B73 in Neu Wulmstorf ist verwaist. Das Seniorenheim steht seit Oktober vergangenen Jahres leer - seit die "SenVita Residenzen Seniorenheimbetriebsgesellschaft" insolvent gegangen ist. Die älteren Herrschaften mussten quasi über Nacht ihre Zimmer verlassen. Die Eigentümerin des Gebäudes, die Konzepta Grundstücksgesellschaft aus Berlin, sucht noch immer nach einem neuen Betreiber.

Ursprünglich sollte bereits im Mai wieder Leben einkehren, doch daraus wird nichts. "Wir verhandeln zwar mit drei Interessenten, doch noch sind wir nicht zu einem Ergebnis gekommen", sagt Rolf Thinius, Konzepta-Geschäftsführer auf Nachfrage. Die Sachlage sei komplizierter als gedacht.

In Kürze werde ein Seniorenheim mit rund 100 Plätzen im benachbarten Fischbek eröffnet. Um beim Werben um Bewohner mithalten zu können, soll sich laut Thinius der neue Betreiber mit seinem Konzept von der Fischbeker Einrichtung abgrenzen. Die Idee: In Neu Wulmstorf könnte ein Spezialheim für Demenzkranke entstehen. Thinius: "Der Bedarf wird ja leider immer größer."

Bei den Verhandlungen geht es auch um die Frage, wie viele Senioren in dem Heim untergebracht werden können. Zurzeit könnte das Heim 56 Bewohner in 23 Doppel- und zehn Einzelzimmern aufnehmen. Nach WOCHENBLATT-Informationen will ein neuer Betreiber gerne mehr Plätze schaffen, um die Wirtschaftlichkeit zu erhöhen. Da spielt die Heimaufsicht des Landkreises Harburg allerdings nicht mit. Stichwort Wohnqualität.

"Aus Sicht der Heimaufsicht müssten mehr Einzelzimmer geschaffen werden, um die Intimsphäre zu wahren", sagt Kreissprecher Bernhard Frosdorfer. Zudem gelten bei demenzkranken Bewohnern spezielle Anforderungen an die Pflegeeinrichtung. Noch läge der Heimaufsicht jedoch kein konkretes Konzept vor. Erst dann wolle man prüfen.

Der "Konzepta Grundstücksgesellschaft" läuft dagegen die Zeit davon. "Wir wollen so schnell wie möglich einen neuen Betreiber präsentieren. Möglichst noch im Sommer", sagt Rolf Thinius. Das Haus erwirtschafte derzeit keine Einnahmen, die Betriebskosten laufen dagegen weiter. Ein Hausmeister kümmere sich mehrmals die Woche um anfallende Reparaturen. Aktuell führe er Malerarbeiten durch. Eine grundlegende Sanierung des 18 Jahre alten Gebäudes soll laut Thinius aber erst beginnen, sofern ein neuer Betreiber gefunden ist.