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Ich will's wissen: In elf Tagen fit für zehn Kilometer

Auf dem unerbittlichen Laufband soll ich fit für die Strecke werden

Wird WOCHENBLATT-Redakteurin Alexandra Bisping kurzfristig fit für den Heidelauf? Ein Selbsttest

Drei Männer, drei Meinungen: „Völlig irrsinnig“, sagt mein Mann. „Schaffbar, aber schwer“, meint Sascha Kaiser, Leiter des Joy Fitness Centers in Buxtehude. „Klasse“, findet Tobias Handtke, der beim Organisationsteam mitwirkt.

Darum geht‘s: Ich, WOCHENBLATT-Redakteurin Alexandra Bisping, habe vor, beinahe „aus dem Stand“ beim Heide-Winterlauf am Sonntag, 25. Januar, auf die 10,5 Kilometer lange Strecke durch die Wulmstorfer Heide zu gehen, bzw. zu joggen. In kürzester Zeit möchte ich dazu den dafür nötigen Fitnessgrad erreichen. Soweit mein Plan.

Tobias Handtke macht mir Mut. Er sagt, dass auch Nordic Walker teilnehmen und ich notfalls gehend ankommen könne. Das wäre mir unangenehm, mein Ziel ist ein anderes: Ich möchte die zehn Kilometer durchjoggen und nicht auf halber Strecke kollabieren. Dazu lasse ich mir von Joy-Fitnesstrainer Timo einen ersten Trainingsplan aufstellen. „Das hab ich für einen so kurzen Zeitraum auch noch nicht gemacht“, strahlt er und reibt sich die Hände. Mir wird ein wenig mulmig zumute.
Ein kurzer Fitness-Check steht an. Ich treibe Sport, jedoch derzeit eher mäßig. Mein letzter 10-Kilometer-Lauf liegt zweieinhalb Jahre zurück. Das letzte Mal gejoggt bin ich vor mehreren Monaten. Wir starten mit Intervalltraining auf dem Laufband.

Zu Beginn lächle ich noch - klappt ja alles super -, doch das ist nicht von langer Dauer. Unbarmherzig will Timo testen, bis zu welchem Tempo ich drei Minuten durchhalte.
Wir landen schließlich bei 10,5 Kilometer pro Stunde, also die Länge meiner bevorstehenden Strecke, Puls 171.

Dafür muss ich ziemlich rennen und frage mich, ob meine Idee wirklich so gut war. „Bei diesem Tempo steigen wir das nächste Mal ein“, bestimmt Timo. Ich wage nicht, zu widersprechen. Schließlich ist er der Fachmann, wenn es um schnelles Fitmachen geht.

Weiter geht‘s auf einem Gerät, das meine Bauchmuskeln stählen soll. „Mach mal, bis du nicht mehr kannst - und dann noch drei Wiederholungen mehr“, weist der Trainer mich an. Gern möchte ich nach 20 Crunches aufhören, doch es packt mich der Ehrgeiz. Ich schaffe immerhin 60, es brennt in meinen Bauchmuskeln mächtig - ob es hier auch ein Sauerstoffzelt gibt?

Timo lässt nicht locker, schließlich habe ich um Unterstützung gebeten und will „in Form kommen“. Vertrauensvoll folge ich seinen Anweisungen, bis nach einer knappen Stunde das Training beendet ist.

Erschöpft halte ich mich mit zittrigen Knien am Tresen fest, doch Timo ist zuversichtlich. „Die Strecke schaffst du auf jeden Fall, es geht nur um die Zeit.“ Ich grinse matt. Zwei Mal Intervalltraining wartet diese Woche noch auf mich, einmal will ich die Strecke laufen, wenn ich durchhalte. Mehr dazu am kommenden Samstag.