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In Neu Wulmstorf werden Kita-Plätze gebraucht

Fast jedes Kind in Neu Wulmstorf geht in eine Kita. Die Gemeinde braucht mehr Platz, um alle Kinder unterzubringen (Foto: Pixelio/Helen Souza)
bc. Neu Wulmstorf. Während in anderen Gemeinden die Geburtenraten drastisch sinken, ist Neu Wulmstorf offenbar noch ein fruchtbares Fleckchen Erde. 194 Kinder kamen 2010 zur Welt, 2011 waren es 172, im vergangenen Jahr 188 und in diesem Jahr registrierte die Verwaltung bis Anfang Oktober schon 152 Neuankömmlinge. Grund für die Entwicklung ist vor allem der Zuzug vieler junger Familien im Mega-Neubaugebiet "Apfelgarten" - was die Gemeinde vor große Aufgaben stellt. Schon jetzt zeichnet sich der Bedarf für zwei weitere Elementargruppen und eine Krippengruppe ab - bei Erhalt der Kleinstkita von Brigitta Wagner sowie des Spielkreises "Max und Moritz" und obwohl erst vor Kurzem die neue Kita im Apfelgarten eröffnet wurde.

Die Politik beschäftigt sich am Mittwoch, 6. November, ab 19.30 Uhr (Jugendzentrum "Blue Star") im Jugendausschuss mit der Frage, wie dem Engpass begegnet werden soll. Laut Berechnungen des Rathauses werden im Jahr 2018 insgesamt 684 Kindergarten-Plätze benötigt, 642 sind aber nur vorhanden. 190 Krippenplätze gibt es in der Gemeinde, 2018 werden nach den Vorhersagen 207 gebraucht. "Wir wollen nichts übers Knie brechen. Eine endgültige Entscheidung wird erst im Januar 2014 fallen", kündigt Bürgermeister Wolf Rosenzweig (SPD) an. Dann soll auch der Haushalt 2014 stehen.

Es gibt viele Möglichkeiten, wie die Gemeinde auf die Situation reagieren kann. Die Verwaltung gibt verschiedene Handlungsoptionen vor. Klar ist, dass der Spielkreis "Max und Moritz" fortgeführt und der Vertrag mit der Kleinstkita um drei Jahre verlängert werden soll. Des Weiteren könnte kurzfristig in 2014 eine Elementargruppe (25 Kinder) im Gemeindehaus der Lutherkirche untergebracht werden. Auch über Anbauten an den Lutherkindergarten, eine Erweiterung der Kita "Fuchsbau", einen Neubau auf dem Grundstück des Mehrgenerationenhauses "Courage" oder eine Umwandlung des Spielkreises "HeideBären" in eine Kita mit Krippe wird nachgedacht. Das Problem sind die teilweise exorbitanten Investitionskosten. Eine Idee mit Charme wäre dagegen der Vorschlag der "HeideBären", eine neue Waldgruppe einzurichten. "Es macht Sinn, über neue Konzepte nachzudenken. Einen Waldkindergarten gibt es in Neu Wulmstorf noch nicht", sagt Jugendausschuss-Vorsitzender Sven Gottschewsky (SPD).

Auch die Anmietung von Flächen neben "Möbel Boss" wäre eine Option. Der Möbeldiscounter hat Interesse signalisiert, die Räume entsprechend den Vorgaben als Kindertagesstätte herzurichten und an die Gemeinde zu vermieten. "Auch vorübergehende Lösungen können sinnvoll sein, da wir nicht wissen, wie die Entwicklung der Geburtenraten in Neu Wulmstorf weitergeht", so Gottschewsky.

• Außerdem Thema im Jugendausschuss: Die Planung für eine neue Skateanlage in Neu Wulmstorf wird vorgestellt. Eine Fläche zwischen Discounter "Aldi" und der "B3 neu" in den Wulmstorfer Wiesen steht zur Verfügung. Geld im Haushalt ist eingeplant. Die Skater könnten 2014 die neue Anlage einweihen.