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Neu Wulmstorf: Bebauung wird abgerundet

Schaufeln für neue Häuser: Norbert Schumacher vom Baukonzern "NCC", Bürgermeister Wolf Rosenzweig und Planer Wolfgang Kirsten (v.re.) legen Hand an beim Spatenstich für den „Familienhof“ in Neu Wulmstorf
 
Ende des Jahres sollen die ersten Bewohner ins Neubaugebiet "Familienhof an der Schifferstraße" einziehen können
bc. Neu Wulmstorf. Die Erschließungsarbeiten für das Eigenheimprojekt "Familienhof an der Schifferstraße" in Neu Wulmstorf sind in vollem Gange. Am Freitag lud der Baukonzern "NCC" zum offiziellen Spatenstich. Schon Ende des Jahres könnten die ersten Bewohner in die neuen Häuser an der Bahnlinie einziehen. "Zirka 200 Einwohner werden unser Baugebiet füllen", sagt "NCC"-Regionsleiter Norbert Schumacher.

Die schwedischen Immobilienbauer planen 20 Doppelhäuser und vier Reihenhäuser mit insgesamt 53 Wohneinheiten. Die Eigenheime werden mit mindestens 100 Quadratmetern Wohn- und Nutzfläche in massiver und energieeffizienter Bauweise mit Satteldächern errichtet. Die Häuser werden schlüsselfertig mit Gartenterrasse, Pkw-Stellplatz sowie kontrollierter Be- und Entlüftung inklusive Wärmerückgewinnung übergeben. Kosten: 250.000 bis 300.000 Euro pro Einheit.

Das Grundstück hat „NCC“ von Unternehmer Thomas Hauschild gekauft, Inhaber des Restaurants „Zum Dorfkrug“ und Erfinder der „Sylter Salatfrische“. Hauschild baut auf einem kleinen Teil der Fläche selbst noch einmal sieben Wohneinheiten. Eine schon errichtete vier Meter hohe Lärmschutzwand soll die künftigen Bewohner vor dem Krach der Züge abschirmen.

Vier Käufer hat „NCC“ schon gefunden. Ende April soll die Erschließung laut Schumacher abgeschlossen sein, im Mai beginne dann der Hochbau.
Der "Familienhof", dessen Ringstraße den Namen "Gerhard-Bachmann-Ring" tragen wird, ist bis auf Weiteres das letzte geschlossene Baugebiet, das im Kernort Neu Wulmstorf entsteht. Es rundet die Bebauung nördlich der B73 an der östlichen Gemeindegrenze ab und füllt die Lücke zwischen dem "Elbblick"-Wohngebiet und dem neuen "Apfelgarten".

Die CDU macht sich Sorgen, dass auf lange Sicht die Einwohnerzahlen in Neu Wulmstorf sinken werden, sofern es die Gemeinde nicht schafft, neue Bauplätze auszuweisen und mehr bezahlbaren Wohnraum für junge Familien bereitzustellen. "Sinken die Bevölkerungszahlen, kann die Gemeinde ihren Standard an Infrastruktur nicht halten", so CDU-Bürgermeisterkandidat Matthias Weigmann. Als Landtagspräsident Bernd Busemann (CDU) in der vergangenen Woche bei einem Besuch in Neu Wulmstorf von der Situation in der Gemeinde Wind bekam, sagte dieser nur: "Und wie möchte der Bürgermeister die nächste Kita-Generation sicherstellen?"

Dass Neu Wulmstorf in Zukunft überhaupt keine Neubürger mehr aufnehmen kann, so wie es die Opposition im Gemeinderat befürchtet, widerspricht Rosenzweig (SPD). Südlich der B73 und auch auf den Dörfern sei noch viel Platz. Derzeit arbeite die Verwaltung an einer Bestandsaufnahme, um mögliche Lücken im Innenbereich nachzuweisen. Es gebe immer mal wieder Interessenten, die ihr Land für Bauplätze zur Verfügung stellen wollen. "Wir stehen ständig in Gesprächen mit Grundeigentümern", so Rosenzweig.

Doch wo könnte die Gemeinde neue Baugebiete ausweisen? Nach WOCHENBLATT-Informationen wäre z.B. die Fläche zwischen der Wulmstorfer Straße und der Spielscheune "Fuxi's" denkbar. Das Areal soll einer Erbengemeinschaft gehören. Zudem wäre eine Entwicklung zwischen dem Postweg und der Straße "Bei der Lutherkirche" möglich.

Der jetzt im Bau befindliche "Familienhof" sei eine äußerst attraktive Wohnlage in unmittelbarer Nähe zum Ortszentrum sowie zum Naherholungsgebiet im Moor und der lebende Beweis, dass Neubürger in Neu Wulmstorf willkommen sind, findet Rosenzweig.