Bitte klicken Sie zur Auswahl auf eines der folgenden vier Logos:

Neu Wulmstorf: Lutherkirchengemeinde geht Bauprojekte an

Viele Besucher wollten sich während der Vorstandssitzung über die Zukunft der Lutherkirchengemeinde informieren

Gemeindehaus II offiziell verkauft / Lutherkirchengemeinde musste „schlanker“ werden / Neubau und Sanierung geplant

ab. Neu Wulmstorf. ab. Neu Wulmstorf. Jetzt werden Nägel mit Köpfen gemacht: Das Gemeindehaus II an der Wilhelm-Busch-Straße ist verkauft. Das dortige Pfarrhaus bleibt, das Pfarrhaus an der Lutherkirche wird neu gebaut und das Gemeindehaus I wird saniert. Über die neuesten Entwicklungen informierten kürzlich der Kirchenvorstand während seiner Sitzung im gut gefüllten Saal des Gemeindehauses I an der Lutherkirche in Neu Wulmstorf. Sowohl über die zukünftigen Pläne des Investors für das verkaufte Grundstück, als auch über die Kaufsumme wurde noch nichts bekannt gegeben.

Es sei ein schwieriger Weg gewesen, sagte der Vorsitzende des Kirchenvorstands, Rolf Chodura. Der erste Investor, der sich für einen Kauf des Gemeindehauses II und des Grundstücks interessierte, habe sich plötzlich zurückgezogen. Er habe nicht mit der Kommune in Konkurrenz stehen wollen, so Chodura. Doch dann habe sich nach einiger Zeit doch ein Investor gefunden. „Es ist ein Investor aus der Region, der erst dann in Erscheinung treten wird, wenn alles in trockenen Tüchern ist“, sagte der Vorsitzende.

Das Grundstück samt Haus sei zwar verkauft, aber das Pfarrhaus II bleibe im Besitz der Kirche. Aufgrund seiner Lage müsse nun zu dem leicht versetzt hinter dem Gemeindehaus II befindliche Pfarrhaus eine neue Zuwegung zum Gerhard-Hauptmann-Ring geschaffen werden. Das bedeutet, das mit allen Versorgungseinrichtungen am Gemeindehaus angeschlossene Pfarrhaus abzukappen und sämtliche Leitungen neu zu legen. Auch die Bäume müssen dort weg. „Da kommen wir nicht drum herum“, bedauerte der Vorsitzende des Bauausschusses, Mario Aldag. Die neue Zuwegung werde mit schätzungsweise 50.000 bis 60.000 Euro zu Buche schlagen.

Auch der Bau des Pfarrhauses an der Lutherkirche wird spannend: Das Haus wird zwar abgerissen, aber die Grundmauern bleiben aufgrund der schwer zu bebauenden Hanglage stehen. Finanziert wird das Projekt zu drei Teilen von der Landeskirche, dem Kirchenkreis und der Kirchengemeinde.

Viele Gedanken in rund 400 Stunden hätten sich die Mitglieder des Bauausschusses bezüglich der Sanierung des Gemeindehaus I bereits gemacht, so Aldag. „Es wird kuscheliger. Vorher standen uns mit beiden Gemeindehäusern rund 1.000 Quadratmeter zur Verfügung, jetzt haben wir noch 440 Quadratmeter.“ Das orientiere sich an der Zahl der Gemeindemitglieder, die weiter rückläufig seien.

Der Umbau mit neuer Heizung und Elektrik, Barrierefreiheit, Fahrstuhl, einem neuen Notrufsystem und Brandschutz bringe viele Baustellen und Folgekosten mit sich. Der Umbau wird laut Mario Aldag ca. 700.000 bis 800.000 Euro kosten. Wann genau damit begonnen wird, steht noch nicht fest.