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Neu Wulmstorf: Sieben Schilder für 18 Parkplätze

Sieben auf einen Blick: Auf der rechten Seite sind ein Einbahnstraßen-, ein Pfeil- und ein Durchfahrt-verboten-Schild zu sehen, links zwei Einfahrt-verboten-Schilder sowie die Rückansicht zweier weiterer Schilder

Neu Wulmstorfer wundern sich: Ein Schildbürgerstreich vor dem Familienzentrum?

ab. Neu Wulmstorf.
Es ist eine überschaubare Fläche vor dem Familienzentrum an der Ernst-Moritz-Arndt-Straße in Neu Wulmstorf. Doch die Schilderflut ist beachtlich: Sieben Schilder haben WOCHENBLATT-Leser Beate und Walter Schwertz dort gezählt. Und das für nur 18 Parkplätze. „Ein Irrsinn für so einen relativ kleinen Parkplatz“, finden sie. „Es sind eindeutig zu viele.“

„Wir gehen häufiger im Restaurant ,papas' essen. Bei der Parkplatzsuche ist uns aufgefallen, wie viele Schilder hier stehen“, erzählt Beate Schwertz. Es sei der reinste Schilderwald: Insgesamt drei „Einfahrt verboten“-Schilder, zwei blaue Schilder mit Richtungspfeilen, ein Einbahnstraßenschild und ein „Durchfahrt verboten“-Schild entdeckte das Neu Wulmstorfer Ehepaar.

„Es wundert uns, dass es für den Behindertenparkplatz kein Schild gibt, sondern nur ein Piktogramm auf dem Boden aufgemalt wurde. Das wäre dann das achte gewesen“, ulkt Beate Schwertz.

Auch dass nach dem Ausparken aufgrund der Einbahnstraße nur nach links weg im Kreis gefahren werden darf, finden die Schwertz' erstaunlich. „Eigentlich ist hier genug Platz für zwei Fahrzeuge.“

Über ein Schild ärgert sich Walter Schwertz besonders: Es zeigt einen Abbiegepfeil nach rechts - damit beim Verlassen der Parkfläche niemand in die falsche Richtung fährt. Dabei lässt sich dort nur rechts abbiegen. „Die Gemeinde klagt darüber, dass sie kein Geld hat. Aber dafür ist welches da“, schimpft er. Seines Wissens nach kostet ein Schild ca. 250 Euro, „da kommt bei sieben Schildern einiges zusammen.“

Wie bei einem Bauleitverfahren grundsätzlich üblich, habe es auch beim Bau des Parkplatzes vor dem Familienzentrums eine Verkehrsuntersuchung gegeben, erklärt Gemeinde-Sprecherin Sandra Lyk auf WOCHENBLATT-Nachfrage. Eine Erschließung über die Ernst-Moritz-Arndt-Straße sei zwingend erforderlich gewesen. Und damit es zukünftig „so wenig Konflikte wie möglich“ gebe, habe die gemeindeeigene Verkehrsbehörde die Schilder aufgestellt. „Auch bei einem voll belegten Parkplatz sollten die Schilder zu jeder Seite erkennbar sein.“ Lyck ergänzt: „Eine Einbahnstraße wurde deshalb angeordnet, weil für einen Begegnungsverkehr die nötige Breite fehlt.“