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Neues Asylbewerberheim an der B73?

Angeblich wird überlegt, das leerstehende Pflegeheim "Heide-Residenz" an der B73 zu einer Asylbewerber-Unterkunft umzuwandeln
bc. Neu Wulmstorf. Die Zahl der Krisenherde in der Welt steigt zunehmend. Auch die Gemeinde Neu Wulmstorf muss darüber nachdenken, wie sie dem Zustrom der Flüchtlinge Herr werden will.

Wie berichtet, gehen dem Landkreis Harburg die Unterkünfte für die wachsende Zahl der Asylbewerber aus. Dem Vernehmen nach soll der Kreis derzeit mit Immobilieneigentümern in Neu Wulmstorf verhandeln. 90 neue Plätze sollen im Ort geschaffen werden. Die Stadt Hamburg plant zudem in Fischbek in direkter Nachbarschaft ein noch viel größeres Quartier mit bis zu 400 Plätzen. Derzeit sind in Neu Wulmstorf bereits 50 Menschen in einem Gebäude an der B73 untergebracht.
"Der Landkreis steht unter einem starken Druck. Unsere Gesellschaft ist insgesamt gefordert. Wir werden uns der Diskussion nicht verschließen", sagt Bürgermeister Wolf Rosenzweig (SPD). Neubürger seien generell willkommen. Die Gemeinde werde den Landkreis bei einer Immobiliensuche unterstützen. Die kolportierten 90 Plätze will Rosenzweig aber nicht bestätigen.

Nach WOCHENBLATT-Informationen könnte offenbar das verwaiste Senioren-Pflegeheim "Heide-Residenz zum Voßberg" an der B73 in eine Unterkunft für Asylbewerber umgewandelt werden. Im nicht öffentlich tagenden Verwaltungsausschuss soll die Option bereits zur Sprache gekommen sein.
Das Seniorenheim steht seit fast einem Jahr leer - seit die "SenVita Residenzen Seniorenheimbetriebsgesellschaft" insolvent ging. Die Eigentümerin des 18 Jahre alten Gebäudes, die Konzepta Grundstücksgesellschaft aus Berlin, sucht offensichtlich noch immer nach einem neuen Betreiber. Das Haus erwirtschaftet derzeit keine Einnahmen, die Betriebskosten laufen dagegen weiter. Ein Hausmeister kümmert sich mehrmals die Woche um anfallende Reparaturen. Rolf Thinius, Konzepta-Geschäftsführer, war bislang für das WOCHENBLATT nicht zu sprechen.