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Ortsvorsteher Peter Hauschild: Gradlinig und engagiert

Kämpft für mehr Wohn- und Gewerbeflächen in Elstorf: Ortsvorsteher Peter Hauschild

Im zweiten Teil der WOCHENBLATT-Serie stellen wir den Elstorfer Ortsvorsteher vor


ab. Elstorf. Wer in Elstorf etwas auf dem Herzen hat, ist bei Peter Hauschild (66) richtig. „Diese Aufgabe bereitet mir sehr viel Freude“, sagt der Ortsvorsteher. Formalitäten, wie das Ausstellen von Ausweisen, können die Einwohner bei ihm nicht mehr beantragen. Das wurde abgeschafft. Heute ginge es vorrangig um Gemeindefragen oder Nachbarschaftszwist. „Wir lösen Probleme mit- und nicht gegeneinander“, so Hauschild. Und auf Platt, fügt er lächelnd hinzu, ginge das immer.

Im kommenden Jahr feiert Peter Hauschild Jubiläum: Dann ist er seit 25 Jahren Ortsvorsteher. Bereits Mitte der 1980er-Jahre saß er als nicht-stimmberechtigtes Mitglied im Bauausschuss in Neu Wulmstorf. Im November 1991 fragte Heiner Schönecke (CDU) ihn, ob er den Posten des Ortsvorstehers übernehmen würde. „Ich habe mir Bedenkzeit erbeten, dann aber gerne Ja gesagt“, erinnert sich Hauschild. Von 1994 bis 2000 gehörte er dem Rat der Gemeinde Neu Wulmstorf an.

Die Ansiedlung des Sportzentrums und des Schützenhauses am jetzigen Standort lagen ihm sehr am Herzen. Hier war persönliches Engagement über lange Zeit erforderlich. Die Ansiedlung des Verbrauchermarktes Edeka gehörte ebenfalls dazu. Über 800 Haushalte wurden dazu befragt. Als sich die Diskussionen darum drehten, den Verbrauchermarkt in der Ortsmitte anzusiedeln, ging der Ortsvorsteher mit entsprechendem Rückhalt der Bürger dagegen vor.

„Mitten im Ort - das passte mir nicht“, so Hauschild. Allein das Verkehrsaufkommen wäre massiv angestiegen. Die Ansiedlung am Ortsrand war die richtige Entscheidung. „Das hat sich alles sehr gut eingependelt“, findet er.

Fehlende Gewerbe- und Wohnflächen sind in Neu Wulmstorf dringend erforderlich. Ein Gewerbetreibender wandte sich kürzlich an ihn - ob er seinen Betrieb erweitern könne. „Da musste ich verneinen. Der Gemeinde Neu Wulmstorf gehören hier keine Flächen“, bedauert der Ortsvorsteher. Hauschild stellte daraufhin bei der Gemeinde einen Antrag auf die Ausweisung von Gewerbeflächen in Elstorf. „Das ist ein alteingesessener Betrieb, den möchten wir gern halten“, fügt er hinzu. Der Ortsvorsteher befürchtet, dass sich der Betreffende sonst an Buxtehude wenden könnte: „Ovelgönne lockt.“

Die Gemeinde würde jetzt handeln, berichtet Hauschild, und neben Gewerbeflächen auch nach Wohnflächen suchen, um diese anzukaufen.
„Es muss dringend andere Wohnformen in Elstorf geben, vor allem für seniorengerechtes Wohnen“, mahnt Hauschild an. Auch Unterbringungsmöglichkeiten für Flüchtlinge seien notwendig. „Die Gemeinde gerät immer mehr unter Druck.“

Peter Hauschild wohnt nach 14 Jahren in Hamburg seit dem Jahr 1982 wieder in Elstorf, seinem Geburtsort. Im Jahr 1968 nahm der Elstorfer seine Arbeit bei der Hamburger Polizei auf, war dort später in der Personalentwicklung tätig. Inzwischen ist er pensioniert. Mit seiner Frau Heidi hat er zwei Töchter und ist seit einem Jahr stolzer Opa.