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Rotlichtblitzer lassen auf sich warten

"Ich habe keine Lust mehr, die Leute zu vertrösten", sagt Gastwirt und CDU-Ratsherr Jan Lüdemann (Foto: archiv)
bc. Elstorf. Wäre alles nach Plan verlaufen, könnte der Landkreis Harburg jetzt schon Geld verdienen mit den Rotlichtblitzern an der B3 in Elstorf. Doch da, wo sie bis spätestens Ende des Jahres aufgebaut werden sollten, stehen noch immer keine Messsäulen. "Ich habe keine Lust mehr, die Leute zu vertrösten", sagt Gastwirt Jan Lüdemann, der als CDU-Ratsherr und Kreistagsabgeordneter zusammen mit einer Elterninitiative die Bundesstraße sicherer machen möchte.

Das WOCHENBLATT hakte bei der Kreisverwaltung nach. Sprecher Bernhard Frosdorfer avisiert einen neuen Termin für die Installation: "In der Woche vom 3. bis 7. Februar soll die Anlage aufgestellt werden", sagt er. Die Verzögerung käme aufgrund von technischen Schwierigkeiten zustande. Eine Nutzungsvereinbarung mit der Landesstraßenbaubehörde in Lüneburg habe auf sich warten lassen.

Wie berichtet, rauschen in der Elstorfer Ortsmitte täglich Autos und Lkw bei Rot über die Ampel. Etliche Kinder müssen die viel befahrene B3 auf ihrem Schulweg überqueren. Ihre Eltern machen sich angesichts der teilweise haarsträubenden Verkehrssituationen berechtigte Sorgen.

Die grau-schwarzen "Poliscan“-Säulen funktionieren mit Lasertechnik. Sie überwachen sowohl Rotlicht- als auch Geschwindigkeitsverstöße. 200.000 Euro lässt sich der Kreis die Anlage kosten, von der auf beiden Straßenseiten je eine aufgestellt wird. Die Bußgelder kassiert der Landkreis. Über die Jahre gesehen dürfte sich die teure Investition rechnen.

Jan Lüdemann und die CDU wollen aber noch mehr für die Verkehrssicherheit in Elstorf tun. In einem Antrag fordern sie die Anschaffung sogenannter Dialog-Displays, mit deren Hilfe Autofahrer an den Ortseingängen auf ihre Geschwindigkeit hingewiesen werden. Leuchtet ein grüner Smiley, fährt er nicht zu schnell. Blinkt dagegen ein trauriger roter Smiley auf, ist er mit mehr als 50 Stundenkilometern unterwegs. Verkehrspsychologen sind überzeugt: Der Smiley erzeuge Freude bei denen, die sich an die Regel halten. 15.000 bis 20.000 Euro kosten zwei solcher Displays, die an wechselnden Standorten in der Gemeinde eingesetzt werden sollen.

Lüdemann: "Im Prinzip handelt es sich dabei nur um eine Ersatzbeschaffung." Die Gemeinde habe schon früher solche Displays besessen, die die Geschwindigkeit angezeigt hätten.