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"Stillstand ist Rückschritt"

Vereinsvorsitzender Hans Weber ist stolz auf die Entwicklung des TSV Elstorf: Rechnerisch ist jeder dritte Dorfbewohner Vereinsmitglied
  bc. Elstorf. Der TSV Elstorf scheint in seiner Außendarstellung einiges richtig gemacht zu haben. Denn bei der Neu Wulmstorfer Politik hat der Verein einen dicken Stein im Brett. Erst 2004 wurde die topmoderne Sportanlage an der B3 mit Vereinsheim und drei großen Naturrasenplätzen für die Fußball- und Hockey-Mannschaften fertiggestellt. Jetzt wird an dem nächsten Großprojekt gewerkelt. Seit Dezember laufen die Arbeiten für den neuen Kunstrasenplatz - Flutlicht, Sichtschutzwall und Fangzaun inklusive.

Im Rahmen eines großen Jugendfußballturniers mit 100 teilnehmenden Teams vom 4. bis 6. Juli soll die Anlage eingeweiht werden - auf den Tag genau zehn Jahre nach der Eröffnung der Sportstätte. "Wir liegen voll im Zeitplan", sagt Vereinspräsident Hans Weber.

550.000 Euro hat die Politik zur Verfügung gestellt, Bauherr ist der TSV mit seinen 1.250 Mitgliedern. "Hätten wir nicht so viel Eigenleistung in die Planung investiert und würden uns an den Verschönerungsmaßnahmen beteiligen, wäre der Platz nochmal fast 100.000 Euro teurer geworden", stellt Weber fest. Er lobt ausdrücklich die gute Zusammenarbeit mit der Gemeinde.

Stolz sind sie im 3.600-Seelen-Dorf auf ihre sportliche Infrastruktur, die in der näheren Umgebung ihresgleichen sucht. Viele Vereine blicken neidisch nach Elstorf. Selbst in der 40.000 Einwohner großen Nordheide-Metropole Buchholz sucht man eine solche kompakte Anlage mit vier großen Sportplätzen vergebens. Vielleicht auch ein Grund, warum rechnerisch jeder dritte Dorfbewohner Mitglied beim TSV ist.

"Wir sind vollständig ausgelastet, wir brauchen die Anlage dringend", bestätigt Hans Weber. Bis zu 25 Hockey- und Fußballmannschaften nutzen nach seinen Angaben die Plätze als Trainings- und Spielstätte. Die Vorteile eines Kunstrasenplatzes liegen auf der Hand. Kunstrasen ist immer bespielbar, Naturrasen durchschnittlich nur 250 Stunden pro Saison. Bei guter Pflege kann ein Kunstrasenplatz bis zu 15 Jahre halten.

In Elstorf stand man vor der schwierigen Aufgabe, die unterschiedlichen Anforderungen von Hockeyspielern und Fußballern unter einen Hut zu bekommen. Hockey wird auf kurzflorigen Belägen gespielt, Kicker bevorzugen längere Fasern. Der Arbeitskreis mit Henner Schönecke, Jan Svensson, Jürgen Lancker, Bernd Kühl und Gerd Cohrs schaute sich etliche Plätze an, fuhr bis nach Berlin, um irgendwann den richtigen Untergrund zu finden, der allen Sportlern gerecht werden soll.

In Elstorf konzentriert man sich auf den Außensport. Große Sporthallen gibt es hier nicht. Der neue 100 mal 90 Meter große Platz schließt direkt an die jetzige Anlage an. Das dafür nötige Grundstück (16.000 Quadratmeter) wurde nach intensiven Verhandlungen mit der Kirche getauscht. Das Besondere: Der Platz wird mit Sand aus der Sahara verfüllt. Die Sandkörner sind besonders rund. So werden Verdichtungen vermieden und der Platz bleibt weich.

Sobald der Platz fertig ist, will der Verein neue Mitglieder anwerben. Weber: "Stillstand ist Rückschritt." Bis 2025 will der TSV etwa 1.500 Mitgliedern eine sportliche Heimat bieten.