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Tag der Entscheidung

Warmhüpfen vor dem Start - noch lache ich

Hat die kurze Trainingszeit von WOCHENBLATT-Redakteurin Alexandra Bisping ausgereicht?

Heute wird sich zeigen, ob ich, Alexandra Bipsing, in elf Tagen fit für zehn Kilometer geworden bin. Um elf Uhr soll es am Bassentalstadion losgehen. Schon das Wetter ist eine Herausforderung: am Tag zuvor starker Schneefall, in der Nacht Frost, am Lauftag Regen. Dennoch ist die Stimmung am Treffpunkt gut bis ausgelassen.

Bereits vor dem Start beeindrucken mich Menschen, die sich in Profikluft locker warmlaufen. Etwas eingeschüchtert finde ich mich als eine von 112 Teilnehmern an der Startmarkierung ein. Auch die Ansage von Mitorganisator Tobias Handtke, es seit glatt, am Vortag hätten sich schon einige Streckenmarkierer hingelegt, macht es nicht besser.

Es geht los. Die Distanz von 10,5km ist von den Ausrichtern, der DLRG und der SPD Neu Wulmstorf, prima markiert worden. Riesige Pfeile aus Sägespänen, große Zettel an den Bäumen und Streckenposten sorgen dafür, dass auch eine Orientierungsniete wie ich auf dem Weg bleibt.

Die schnellen Läufer setzen sich sofort ab. Bald sehe ich kaum noch jemanden. Die Strecke ist wunderschön, teilweise allerdings extrem rutschig. Immer wieder überholt mich jemand, doch nach einigen Kilometern kann auch ich mal überholen.

Gefährlich wird es, als es steil bergab geht. Einige Meter vor mir stürzt ein Läufer, kommt aber schnell wieder auf die Beine. Ich habe mächtigen Respekt vor dem Abhang. Meine Beine werden schwerer, gefühlt bin ich längst zehn Kilometer gelaufen.

Ich beschließe dranzubleiben, und mich und alle Daumendrücker nicht zu enttäuschen. Leicht gedacht, schwer umzusetzen. Die nächste Herausforderung fällt sprichwörtlich vom Himmel: Es fängt wieder an zu regnen. Auf meinen letzten zehn Minuten werde ich kräftig nass.

Als ich mich durchs Ziel schleppe, gießt es in Strömen. Meine Zeit: eine Stunde und zwölf Minuten. Ich bin glücklich, nehme meine Umwelt aber nur noch schemenhaft war. Mein Fazit: Ein prima organisierter Lauf, der trotz der Quälerei auf den letzten Kilometern Spaß gemacht hat. Ich werde weiter trainieren - und beim Heidelauf im Sommer eine bessere Zeit laufen.