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Unterstützung in Neu Wulmstorf für Landsleute

Dolmetscht ehrenamtlich: der Syrer Anas Anouzon (Foto: privat)

Der syrische Flüchtling Anas Anouzon ist ehrenamtlich aktiv 

ab. Neu Wulmstorf.
Er ist auf Hilfe angewiesen und hilft selbst: der 21-jährige Syrer Anas Anouzon. „Mein großer Vorteil ist: Ich spreche Arabisch und kann gut ins Deutsche übersetzen“, sagt er. Und sein Deutsch ist gut, obwohl er erst im Dezember 2015 aus Syrien nach Neu Wulmstorf kam.

Noch während Anas Anouzon an den ersten Deutschkursen teilnahm, arbeitete er bereits ehrenamtlich für ein Jahr beim AWO Kaufhaus mit Herz in Neu Wulmstorf. Die Arbeit machte ihm Spaß, doch für ihn hatte das Lernen Priorität. Inzwischen sind seine deutschen Sprachkenntnisse so gut, dass er andere Flüchtlinge zur Ausländerbehörde ober bei Arztbesuchen begleiten kann. Jüngst hat er wieder einen arabisch sprechenden Flüchtling während eines Termins bei einem Psychologen unterstützt und für ihn gedolmetscht.

„Ich warte, bis mich jemand anruft und meine Hilfe in Anspruch nimmt“, sagt Anouzon. Das ehrenamtliche Dolmetschen mache ihm Spaß, er helfe gern. Derzeit bereitet sich der aus dem zwischen Al Hamah und Homs gelegenen Taumin stammende junge Mann auf Sprachprüfungen an der Hamburger Uni vor. „Die sind sehr schwer“, gibt er zu. Doch Anas Anouzon verfolgt ein Ziel: Er möchte an der Uni studieren, etwas im Bereich Naturwissenschaften oder aber Zahnmedizin. „Um dazu zugelassen zu werden, muss ich sämtliche Sprachprüfungen bestehen.“

Für Anas Anouzon unverständlich: „In meinen Kursen sind Flüchtlinge, die immer noch kaum Deutsch süprechen können, und das, obwohl sie schon länger in Deutschland sind.“
Ab Februar, wenn seine Prüfungen vorbei sind, will Anas Anouzon wieder mehr arbeiten, sowohl ehrenamtlich, als auch bezahlt.