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Was sich Gewerbetreibende wünschen

Frank Kockmann (Foto: archiv)
mi. Neu Wulmstorf. Gewerbetreibende sind der Motor einer Kommune. Nicht nur, dass sie über ihre Steuern den Löwenanteil zum kommunalen Haushalt beitragen, sondern dazu kommt, dass erst Gewerbe eine Kommune auch als Wohnort attraktiv macht. Doch was kann die Kommune unternehmen, damit sich das Gewerbe wohlfühlt? Das WOCHENBLATT hat beim Vositzenden Frank Kockmann vom Gewerbeverein Neu Wulmstorf nachgefragt.
Ganz klar an erster Stelle steht für den Vorsitzenden die Verbindlichkeit und der Einsatz, Besprochenes umzusetzen. Frank Kockmann: „Die Kommunikation ist in weiten Teilen sehr gut, nur bei der Umsetzung der gemeinsam entwickelten Ideen geht es nicht voran.“ Als Beispiel nennt der Vereinschef die Planung für die Weihnachtsdekoration in Neu Wulmstorf. Hier fehle es an Signalen aus dem Rathaus, dass man gemeinsam den Worten auch Taten folgen lasse. Wobei Frank Kockmann auch die eigenen Leute in de Blick nimmt. „Wenn niemand das Heft in die Hand nimmt, werden die tollsten Konzepte über den Alltag schnell vergessen.“ Derjenige, der das Heft in die Hand nehmen müsse, sei aber, folgt man Frank Kockmann, die Gemeinde.
Eine weiteres Thema sei die Größe der im Zuge von Neubauprojekten geschaffenen Gewerbeflächen. Die seien mit meist 100 bis 150 Quadratmetern oft viel zu klein. Kockmann: „Solche Ladengrößen sind für überregionale Anbieter, zum Beispiel aus der Bekleidungsbranche, schlichtweg unattraktiv, weil unwirtschaftlich.
Zum Schluss spricht der Unternehmer noch ein spezielles Problem an. „In Neu Wulmstorf fehlen Flächen für kleine und mittelständische Handwerksbetriebe“, so Kockmann. Immer wieder käme es vor, dass Betriebe, weil sie eine bestimmte Größe erreicht haben, ihre Räumlichkeiten verlassen müssen. In Neu Wulmstorf sei es dann sehr schwer, passende und bezahlbare Gewerbeflächen zu finden. Verschärft werde die Situation dadurch, dass Gewerbeflächen Wohnbebauung weichen müssten, wie es zum Beispiel an der Lessingstraße der Fall ist. „In den Gebäuden, die dort abgerissen werden, waren Firmen untergebracht, einige von ihnen haben nur sehr schwer neue Flächen gefunden“, so Kockmann. Seine Forderung: Mehr Flächen für kleine Handwerksbetriebe. So könnte man zum Beispiel im Zuge der Planungen für die Umgehung in Elstorf auch gleich Gewerbeflächen ausweisen.