Bitte klicken Sie zur Auswahl auf eines der folgenden vier Logos:

Zwischen Bäumen, Sträuchern und Tieren

Der morgendliche Begrüßungskreis hält manches bereit: An diesem Morgen gibt es eine Überraschung aus der Kiste

Neu Wulmstorfs erster Waldkindergarten / Frische Luft, viel Bewegung und die Natur entdecken

Der Wald als ein einziger großer Spielplatz - so erleben es die 15 Kinder des Waldkindergartens Neu Wulmstorf. Sie nutzen alles, was die Natur zu bieten hat, können nach Herzenslust auch wild toben und laut schreien. Eine große Buddelfläche bietet den Kleinen reichlich Möglichkeit, sich mit Schubkarre und Schaufeln als „Grubenbauer“ zu versuchen. Ein „Amphietheater“ lädt zum Bergabkullern und zu wilden Tobespielen ein. „Wir spielen am liebsten mit Matsch“, sind sich Emily (3), Isabell (4) und Mats (4) einig. Arik (5) findet Schnecken besonders interessant.

Eichhörnchen können gefüttert, Vögel beobachtet und mit einem Stethoskop Bäume abgehorcht werden: Jeder Tag wird für die Kinder zu einem kleinen Abenteuer. Kernzeiten sind von 8 bis 12 Uhr. Danach geht es für einige Kinder nach Hause, zehn von ihnen ziehen weiter in den Kindergarten HeideBären, essen dort zu Mittag und bleiben, bis sie abgeholt werden. Das geschieht spätestens um 15 Uhr, dann schließt der Kindergarten.

„Die Waldkinder sehen am Mittagstisch immer besonders rosig und gesund aus“, freut sich Leiterin Christiane Heer-Michalsky, die sich meist im Haupt-Kindergarten der WaldBären aufhält. „Kinder erarbeiten sich viel über die Bewegung, und das tun sie hier draußen sehr intensiv.“ Die Motorik würde besonders gefördert werden, berichtet die Leiterin weiter. Hier, auf freier Fläche, sehen die Kleinen auch keine Grenzen: „Ihr Blick wird durch nichts eingeschränkt und sie dürfen sich bis auf Rufweite entfernen.“

Sollte es regnen oder schneien, können sich die Waldkinder in einen Holzbauwagen zurückziehen, durchdacht konstruiert von Gerhard Naujoks und der Firma Tannhäuschen. Hier ist es gemütlich und ausreichend warm. Wenn die kleinen Entdecker drinnen frühstücken wollen, tun sie das gemeinsam an einem langen Holztisch. Dieser kann bei Bedarf an die Wand geklappt werden. Der Wagen bietet dann in seiner ganzen Länge volle acht Meter Fläche zum Austoben an.
„Nicht für jedes Kind ist der Waldkindergarten das Richtige“, fügt die Leiterin an. „Viele Eltern wünschen es sich zwar, weil sie selbst es toll fänden. Doch das muss individuell von Kind zu Kind entschieden werden.“

• Während ihrer Weiterbildung zur Naturpädagogin war Erzieherin Tanja Paulsen auf die Idee des Waldkindergartens gekommen. Erste Gespräche mit der Politik gab es im Frühjahr 2013 - die Gemeinde hatte den Vorschlag des Trägers sofort angenommen. Im September 2014 konnte der Träger, der Kindergarten HeideBären, seine „Filiale“ im Wald mit seiner Betreuung beginnen.