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A1 in Rade: „Prüfantrag ist vergeudete Zeit“

bc. Mienenbüttel/Rade. Wer Logistik sät, wird vermehrtes Verkehrsaufkommen ernten. Das ist die Meinung von Manfred Thiel, Grünen-Gemeinderats-Mitglied in Wenzendorf. Er kritisiert die Haltung von Neu Wulmstorfs UWG-Ratsherr Günther Detjen: „Es ist schon sehr eigenwillig, wenn Günther Detjen, immerhin seit 2008 Mitglied des Kommunalparlaments, über die erhöhte Unfallgefahr an der Autobahnabfahrt Rade besorgt schwatzt und für den Steuerzahler kostenträchtige Prüfaufträge beantragen möchte.“ Das sei herausgeschmissenes Geld, so Thiel.

Worum geht es? Wie berichtet, denkt Detjen über eine zusätzliche Ausfahrt an der A1-Anschlussstelle Rade nach - 500 Meter weiter Richtung Bremen direkt ins Gewerbegebiet „LogPark Hamburg“. Einen entsprechenden Prüfantrag hat die UWG bereits ans Rathaus gestellt. Grund: Derzeit kommt es an der Abfahrt in Rade oft zu brenzligen Situationen, weil die Abbiegespur zu den Stoßzeiten heillos überfüllt ist.

Die örtlichen Bürgerinitiativen in Mienenbüttel/Ohlenbüttel/Rade und in Wennerstorf hätten schon vor sechs Jahren bei der Bauplanung des „LogParks“ mit Autohof und Fastfood-Restaurant kritisch darauf hingewiesen, dass der geplante Verkehrsknotenpunkt A1/B3 die zu erwartenden 16.000 Fahrzeuge täglich schwerlich schlucken könne, so Thiel.

„Einen bürokratischen Auftrag an die Verwaltung der Gemeinde Neu Wulmstorf zu richten, womöglich noch externe Sachverständige in Anspruch nehmend, ist vergeudete Zeit“, sagt Thiel. Auch wegen der schwierigen Eigentumsfragen sei diese Idee einer Autobahnabfahrt eine hilflose Kopfgeburt.

In Nenndorf habe man es bei der problematischen A1-Autobahnabfahrt Dibbersen zielführend vorgemacht, so Thiel. Die Fahrbahnmarkierung für die Abbiegespur sei einfach nur um ca. 150 Meter verlängert worden. Thiel: „Das kostet wenig und erhöht nach Fertigstellung die Verkehrssicherheit. Herr Bürgermeister Rosenzweig, handeln Sie!“