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A26: Neues Horrorszenario in Rübke

bc. Neu Wulmstorf. Die Politik in Neu Wulmstorf fürchtet ein neues Horrorszenario. Jahrelang machten sich die Menschen Sorgen, die geplante Autobahn 26 könnte vorübergehend in Rübke enden. Jetzt - nach dem Buxtehuder Ratsbeschluss über die Aufrechterhaltung der Klage (das WOCHENBLATT berichtete) - könnte die A26 unter Umständen in dem kleinen Neu Wulmstorfer Ortsteil beginnen. "Das führt genauso zum Verkehrsinfarkt", sagt SPD-Ortsvereinsvorsitzender Thomas Grambow.

Die Stadt Hamburg werde Ende 2014 mit dem Bau des vierten Autobahn-Abschnitts von der Landesgrenze bei Rübke bis zur A7 beginnen, gibt Grambow zu Bedenken. Und zwar unabhängig davon, wie lange sich der Weiterbau von Buxtehude bis Rübke verzögert. "Dann sind wir die Leidtragenden in der Mitte", sagt der SPD-Mann.

Nach seiner Einschätzung sei es realistisch, dass Hamburg mit dem Bau beginnt. Derzeit läuft das Planverfahren. "Warum sollen die Hamburger nicht anfangen? Das Geld steht bereit", so Grambow. Immerhin gebe es ein Verkehrsgutachten, dass die A26 als Entlastungsstraße für die viel befahrene B73 sieht. "Wenn ich Hamburger wäre, würde ich beim Bauherrn, dem Bund, Druck machen."

Um die Bürger in Rübke vor einem möglichen Verkehrsinfarkt zu bewahren, macht die Neu Wulmstorfer Politik weiter Druck. In seiner jüngsten Sitzung beschloss der Gemeinderat einstimmig, dass sich die Verwaltung um die Aufnahme der Rübker Ortsumfahrung in den Bundesverkehrswegeplan bemühen soll. Zudem fordert der Rat den dritten Bauabschnitt von Buxtehude bis Rübke weiterzubauen - unter der Voraussetzung, dass er nur mit dem vierten gemeinsam eröffnet wird. So werde Rübke entlastet und Buxtehude könnte noch länger über Trog oder Flachbrücke diskutieren.

Neu Wulmstorfs Bürgermeister Wolf Rosenzweig dazu: "Mir ist wichtig, dass die Autobahn in einem Stück fertig gebaut wird."