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Die Gefahr für Radler in Neu Wulmstorf ist nicht gebannt

Fordern freie Fahrt für Radler in beide Richtungen: der SPD-Fraktionsvorsitzende Tobias Handtke (re.) und (v. li.) Matthias Groth (DLRG), Hartmut Wiegers (Schützenverein Neu Wulmstorf), Joachim Czychy (TVV Neu Wulmstorf) und Pastor Dr. Florian Schneider (kniend) (Foto: Tobias Handtke)

Radler dürfen an der L235 nur bergauf den Gehweg nutzen / Vereine, Politik und Kirche protestieren

ab. Neu Wulmstorf. Eine Neuregelung wurde jetzt ad acta gelegt - allerdings nur teilweise: Radfahrer dürfen in Neu Wulmstorf an der Wulmstorfer Straße bergauf wieder auf dem Gehweg radeln. Viele Bürger sowie der Fraktionsvorsitzende der Neu Wulmstorfer SPD, Tobias Handtke, waren Sturm gelaufen gegen die Aufhebung der Radwegebenutzungspflicht: Der Landkreis Harburg hatte kürzlich nach der Aufhebung, durch die Radfahrer zur Nutzung der Straße verpflichtet wurden, den Gehweg aus Sicherheitsgründen bergauf für Radler wieder freigegeben.

Doch auch die einseitige Regelung macht nicht glücklich: Nach wie vor werden Radfahrer ab elf Jahren dazu verdonnert, die stark befahrene L235 zu benutzen. Viel zu gefährlich, kritisieren Tobias Handtke und Vertreter aus Vereinen und Kirche. Sie fordern, die Radfahrer in beiden Richtungen wieder auf dem Fußweg fahren zu lassen.

Wie berichtet, hatte sich auch die Sprecherin des ADFC Neu Wulmstorf, Elisabeth Steinfeld, mit ihren Bedenken zur Aufhebung der Radwegebenutzungspflicht an das WOCHENBLATT gewandt. Ihr Anliegen war, das Radfahren auf der Wulmstorfer Straße freizugeben, jedoch ohne jenes auf dem Gehweg zu verbieten. Gerade für Schüler sei es bei schlechtem Wetter und in der dunklen Jahreszeit gefährlich, auf der L235 unterwegs zu sein.

„Auch wenn die Radwegebenutzungspflicht auf der Strecke aufgehoben wurde und Radfahrer generell auf der Straße fahren sollen, haben wir die Bedenken und Hinweise der Verkehrsteilnehmer vor Ort eingehend geprüft und den Gehweg zumindest in einer Richtung für Radfahrer freigegeben“, erläutert Susanne Wermuth, Abteilungsleiterin Bürgerservice und Verkehr des Landkreises. Grundsätzlich sehe die Straßenverkehrsordnung vor, dass auch der Radverkehr generell auf der Fahrbahn ermöglicht werden solle.

Die Radwegebenutzungspflicht werde aufgehoben, wenn vorhandene Rad- und Gehwege nicht über die nötige Breite verfügten. Nur aus Sicherheitsgründen könne davon abgewichen werden. Auf diese Sicherheitsgründe berufen sich Handtke und seine Mitstreiter. „Die Straße wird leider viel zu schnell befahren“, sagen sie.

Einen Antrag zu Prüfung der Situation hatte Tobias Handtke bereits Mitte Mai bei der Kreisverwaltung eingereicht. „Die einseitige Regelung kann nur ein Teilergebnis sein“, sagt er. Das Thema müsse dringend noch einmal im dortigen Fachausschuss verhandelt werden. „Wir hoffen gemeinsam, damit ein wichtiges Signal an den Kreis zu senden“, so Handtke. „In Winsen sollte bei der Einschätzung dieser verkehrlichen Situation mehr auf die Nutzer vor Ort gehört werden.“