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Die Skepsis in Elstorf bleibt

Der Entwurf für Elstorf/Schwiederstorf: Die rotbraunen Flächen weisen mögliche Wohnbebauung aus. Von Süden nach Westen ist die B3-Umfahrung geplant - vorerst (Foto: Gemeinde Neu Wulmstorf/Montage: MSR)

Verwaltung präsentiert Anwohnern Masterplanentwurf / Verkehrsminister äußert sich schriftlich

ab. Elstorf.
. Anregungen und Einwände sollten die Bürger einbringen, als ihnen am Donnerstagabend in der Elstorfer Mehrzweckhalle der aktuelle Flächennutzungsplan zur Entwicklung der Ortsteile Elstorf und Schwiederstorf vorgestellt wurde. Zweifel daran, dass das südlich ausgewiesene Baugebiet neben der bislang dort geplanten B3-Umfahrung nicht funktionieren könnte, ließ die Verwaltung aber kaum zu.

Wie bereits berichtet, befürchten Anwohner, dass die ausgewiesenen Wohngebiete für den Bau der Ortsumfahrung problematisch werden könnte. „Die Fertigstellung der A26 bei Rübke ohne Umfahrung für Elstorf wird für uns zum Waterloo“, prophezeite ein Bürger. „Die Ortsumfahrung wird durch diese Planungen nicht erschwert“, wiederholte Fachbereichsleiter Thomas Saunus von der Neu Wulmstorfer Verwaltung auf Anwohnerfragen mehrfach. Bei diesem sogenannten Masterplan handele es sich um eine „grobe Entwicklung, der keine Baurechte schaffe“, informierte er die rund 200 Anwesenden. Der Plan sei auf 15 bis 20 Jahre ausgerichtet, es könne sein, dass einiges, was darauf festgehalten wurde, nie umgesetzt werde.

Grünes Licht für den Flächennutzungsplan hatte die Verwaltung schon von Behörden, dem Landkreis und anderen Unternehmen erhalten. „Uns sind keine Stellungnahmen bekannt, die wir als problematisch bewerten müssen“, teilte der Fachbereichsleiter mit. Die Gemeinde stehe auch mit der Straßenbaubehörde in Lüneburg in regem Austausch. Die Behörde hatte jüngst bei Anwohnern und Politikern für Unmut gesorgt, als sie bekannt gab, frühestens 2027 mit dem Bau der Ortsumfahrung beginnen zu können. Nach bisherigen Überlegungen sollte die Trasse wesentlich von Elstorf verlaufen, jetzt werden auch andere Varianten geprüft. Auch das könnte für zeitliche Verzögerungen sorgen.

Eigentlich hatten auch Bernd Althusmann und Heiner Schönecke (beide CDU) an der Versammlung teilnehmen wollen, konnten aber aufgrund einer Plenarsitzung in Hannover nicht dabei sein. In einem gemeinsamen Brief, vorgetragen von CDU-Mitglied Thomas Wilde, baten sie darum, Wohnflächen erst weiter auszuweisen, wenn die Ortsumfahrung gebaut wurde.

„Wenn wir hier nicht weiter planen, bleiben wir in der Entwicklung stehen“, gab Thomas Saunus zu bedenken. Wichtig sei es, sämtliche Flächen jetzt im Flächennutzungsplan festzuhalten, denn der müssen noch vom Landkreis abgesegnet werden.
Ziel der Verwaltung ist nun, den Flächennutzungsplan noch in diesem Jahr fertigzustellen, um die Entwicklung der beiden Ortsteile voranzutreiben.

• Laut einer Entwicklungsstudie wird bis zum Jahr 2035 mit einer Einwohnerzunahme von 1.200 gerechnet, knapp ein Drittel mehr als heute. Rund 5.000 Anwohner leben dann in Elstorf und Schwiederstorf. Für sie gilt es, Wohnraum zu schaffen.