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Elstorf/ Schwiederstorf: Zehn neue Flächen für Wohnbebauung

So sieht der Masterplan im Groben aus: Die roten Flächen sollen für Wohnbebauung, die braunen Flächen für Mischgewerbe und die lila Flächen für Gemeindezwecke und die grüne Fläche im Süden für den Sport verwendet werden (Foto: GEmeinde Neu Wulmstorf/Stadtplaner+Architekten/MSR)

Masterplan Elstorf/Schwiederstorf 2030 im Bauausschuss vorgestellt


ab. Neu Wulmstorf. Von den Fraktionen gab es dafür viel Lob: Im Bauausschuss hatte Karsten Schwormstede vom Planungsbüro Architektur + Stadtplanung jetzt einen Masterplan für die Neu Wulmstorfer Ortsteile Elstorf und Schwiederstorf vorgelegt. Die Mitglieder waren begeistert: Nach gut 20 Planungsjahren gebe es damit einen Entwurf, mit dem sich gut arbeiten lasse. In einem Jahr soll der Flächennutzungsplan verabschiedet werden.

Schwormstede präsentierte den zahlreichen Interessierten im Ratssaal zehn Flächen in Elstorf und Schwiederstorf, die sich zur Wohnbebauung eigneten, insgesamt 27,1 Hektar. Ebenfalls berücksichtigt hatte er weitere Flächen zur gewerblichen Nutzung (zwei Außenentwicklungsflächen, insgesamt 16 Hektar), für den Sport (2,5 Hektar), den Gemeindebedarf wie Kitas, Schulen und Ähnliches (4,2 Hektar) und zwei gemischte Bauflächen (3,9 Hektar).

Die Siedlungsentwicklung finde überwiegend im Südwesten statt, erläuterte Schwormstede seinen Entwurf. Außerdem sei die vorgegebene Trassenführung für die Fortsetzung der B3neu - der Ortsumfahrung Elstorf/Schwiederstorf - im Regionalen Raumordnungsprogramm (RROP) vom Landkreis anders im Masterplan aufgenommen worden. Grund: „Laut Raumordnungsprogramm läuft sie direkt durch Ihren schönen neuen Kunstrasenplatz in Elstorf“, informierte der Architekt.

Auf den zehn Flächen zur Wohnbebauung sollen Doppelhäuser, Einzel- und Familienhäuser realisiert werden. Dadurch sei laut Schwormstede mit einem Zuzug von rund 1.000 Einwohnern zu rechnen, die wiederum neue Kindergärten und möglicherweise auch einen neuen Schulstandort erforderlich machten.

Wichtig zur Umsetzung des Plans: die benötigten Flächen. Bisherige Rückläufe der Flächeneigentümer seien positiv ausgefallen, teilte Fachbereichsleiter Thomas Saunus dazu mit. Dem konnte sich Ausschussmitglied Malte Kanebley (CDU) nur anschließen: Noch nie habe er so viele Rückmeldungen zu einem Thema bekommen, und alle seien ausschließlich positiv. „Das Thema bewegt die Bürger“, stellte Kanebley fest. Auch seine Fraktion sei mit dem ersten Entwurf sehr zufrieden.

„Wir müssen versuchen, mit der Straßenbaubehörde in Lüneburg eine gute Lösung für Elstorf zu finden“, warf der Ausschussvorsitzende Thomas Grambow (SPD) im Hinblick auf die geplante Ortsumfahrung ein. Von Rübke habe er gelernt: Dort sei die A26-Trasse näher an den Ort herangerückt, als vorgesehen. „Das passiert uns nicht noch einmal“, so Grambow. Man werde sich jetzt in den Fraktionen beraten und für die Sitzung Mitte August das Thema erneut auf die Agenda setzen.