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Famila in Neu Wulmstorf wird jetzt kleiner

Rückt in greifbare Nähe: Auf dem Ex-Möbel-Meyn-Gelände an der Matthias-Claudius-Straße in Neu Wulmstorf soll der neue Famila-Markt gebaut werden

Verbrauchermarkt ist nur noch 2.550 Quadratmeter groß

ab. Neu Wulmstorf.
Einstimmigkeit herrschte unter den Mitgliedern des Neu Wulmstorfer Bauausschusses, als sie sich vor wenigen Tagen für die verschlankte Version des Famila-Marktes auf dem ehemaligen Möbel-Meyn-Gelände in Neu Wulmstorf aussprachen. Noch einmal wurde die Verkaufsfläche aufgrund von Einwänden umliegender Städte, Gemeinden und Landkreise reduziert. Zuletzt hatte der Landkreis Harburg bemängelt, dass Windfang und Vorkassenzone nicht zur Verkaufsfläche gerechnet wurden. Nun werden die geänderten Pläne erneut öffentlich ausgelegt - und möglicherweise bald genehmigt.

Wäre von vornherein klar gewesen, wie groß ein Verbrauchermarkt auf dem ehemaligen Möbel-Meyn-Gelände in Neu Wulmstorf werden darf, wäre Famila wahrscheinlich schon eröffnet. Doch so haben die Planungen, in denen die Verkaufsfläche von anfangs 3.300 auf 2.550 Quadratmeter zurückgeschraubt werden musste, beinahe fünf Jahre gedauert.

Und auch das Sortiment fällt anders aus, als ursprünglich geplant. Artikel im Non-Food-Bereich dürfen nur noch auf zehn Prozent der Fläche angeboten werden. Die große Produktpalette von Famila war in der Vergangenheit in Neu Wulmstorf einer der Streitpunkte: Während die eine Hälfte der Neu Wulmstorfer diese Entwicklung begrüßte, sah die andere Hälfte darin eine Bedrohung für Einzelhändler, vor allem für jene in der Bahnhofstraße.

Der CDU-Fraktionsvorsitzende Malte Kanebley erklärte, die anfängliche Verkaufsflächengröße habe seine Fraktion für nicht genehmigungsfähig gehalten. Mit dem Bau des großen Wohnquartiers an der Lessingstraße und dem Zuzug von ca. 1.000 neuen Anwohnern habe sich die Lage geändert. „Meine Fraktion will es endlich zu Ende bringen“, sagte Kanebley und ergänzte, dass Famila auch mit einer Verkaufsfläche von 2.550 Quadratmetern der größte Markt in der Gemeinde sein werde.

„Nach viel Gegenwind von Teilen der Politik und einigen Interessenvertretern sind wir heute nicht mehr da, wo wir gestartet sind“, stellte der SPD-Fraktionsvorsitzende Tobias Handtke nüchtern fest. Aber es werde immer noch ein Markt gebaut, der mehr Vielfalt für die Bürger bedeute.

Die aktuellen Entwürfe werden jetzt noch einmal für vier Wochen ausgelegt. Wenn alles gut geht, könnte der Gemeinderat noch vor der Sommerpause den Satzungsbeschluss für den Bebauungsplan fassen.