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Flüchtlinge luden zu einem Tag der Begegnung in ihre Unterkunft ein

Zahlreiche Interessierte kamen zum Tag der Begegnung in die Gemeinschaftsunterkunft an der Hauptstraße 12a

Aus Fremden werden Freunde / Internationale Spezialitäten und Trommelkunst

ab. Neu Wulmstorf.Mit mehr als 200 Gästen feierten die Flüchtlinge der Neu Wulmstorfer Gemeinschaftsunterkunft in der ehemaligen Heideresidenz am vergangenen Samstag einen Tag der Begegnung. Gemeinsam mit dem Netzwerk „Willkommen in Neu Wulmstorf“ und dem Betreiber „Human Care“ boten sie Spezialitäten aus ihrer Heimat, Filmbeiträge und eine Tombola an. Die rhythmischen Klänge der Musiker der „Trommelkunst Neu Wulmstorf“ begleiteten die Veranstaltung und begeisterten alle Anwesenden.

„Ich hoffe, dass wir noch häufiger hier zusammenkommen“, wandte sich Neu Wulmstorfs Bürgermeister Wolf-Egbert Rosenzweig auf Deutsch und Englisch an Bewohner und Gäste. Motaz Al Lannan aus Syrien übersetzte die Worte des Bürgermeisters ins Arabische. „Arabisch ist schnell, das mag ich“, scherzte Rosenzweig.

Cornelia Meyer vom Netzwerk „Willkommen aus Neu Wulmstorf“ war mit der Zusammenkunft sehr zufrieden. „Es war ein voller Erfolg“, sagte die Sozialarbeiterin. „Wir haben tolle Rückmeldungen erhalten und die Flüchtlinge haben diesen Tag sehr genossen.“

Auch Wolf-Egbert Rosenzweig äußerte sich positiv. „Solche Treffen zu organisieren halte ich für eine wichtige und gute Sache“, sagte er. „Sie sollten öfter stattfinden.“ Es sei wichtig, diese Menschen kennenzulernen, auch um zu verhindern, dass sie sich abschotteten.

Viele Ehrenamtliche waren zugegen. Sie gaben u.a. kleine Schreibkurse in arabischer Schrift oder beantworteten Fragen interessierter Besucher. Dorothea Kreller und Elisabeth Krüger geben ehrenamtlich Unterricht in der Unterkunft. In kleinen Arbeitskursen lernen die Kursteilnehmer an vier Tagen in der Woche bei ihnen Deutsch. „Viele nutzen jede Möglichkeit, die sich ihnen bietet, um voranzukommen“, berichtet Dorothea Kreller von ihren Erfahrungen. „Doch manche sehen keine große Perspektive, wenn sie nicht wissen, ob sie bleiben können. Sie resignieren“, sagt sie. Die Menschen müssten einen Sinn darin sehen, etwas zu lernen.

• Genau 100 Flüchtlinge leben derzeit in der ehemaligen Heide-Residenz, überwiegend Syrer und Sudanesen. In Kürze wird in der Unterkunft aufgestockt: Es kommen weitere 33 Flüchtlinge dazu, in der Einrichtung wurden dafür bereits alle notwendigen Vorkehrungen getroffen.