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Malte Kanebley (CDU): "Hauptziel ist, Wohnraum zu schaffen"

„Am Ende des Tages zählt das Ergebnis.“ Für Malte Kanebley (CDU) bedeutet Politik die Fähigkeit, Kompromisse einzugehen
 
Malte Kanebley sitzt seit fünf Jahren im Rat

Der Kommunalpolitiker Malte Kanebley über CDU-Wahlprogramme, Neu Wulmstorfs Zukunft und Privates

ab. Neu Wulmstorf. ab. Neu Wulmstorf. Die Parteien in Neu Wulmstorf bereiten sich auf die Kommunalwahl im September vor, so auch die CDU. „Wir befinden uns derzeit in der Schlussphase der Kandidatenfindung“, sagt der CDU-Fraktionsvorsitzende Malte Kanebley (39). „Es gibt viele junge Menschen bei uns und wir werden eine ausgewogene Kandidatenliste haben.“ Das im Grundsatz fertige Programm werde finalisiert, so Kanebley, „danach werden unsere Vorstellungen über die Zukunft Neu Wulmstorfs für die nächsten fünf Jahre zu den Menschen gebracht.“
Eines der Hauptziele der CDU-Fraktion ist es, bezahlbaren Wohnraum in Neu Wulms-torf zu schaffen. „Vor allem für junge und ältere Menschen“, sagt der Fraktionsvorsitzende. Das Projekt „Lessingstraße“, zwischen B73 und Fritz-Reuter-Straße ein Wohngebiet zu schaffen, begrüßt er. „Wir nehmen dazu eine problematische Fläche aus der Ortschaft und nutzen sie sinnvoll.“
Das vergangene, fünf Jahre alte Wahlprogramm habe er sich noch einmal vorgenommen und festgestellt, dass davon eine ganze Menge umgesetzt wurde, wie z.B. die Abschaffung der Straßenausbausatzung. „Mir liegt daran, den Vorhaben in Neu Wulmstorf eine richtige Richtung zu geben. Wer es sich letztlich auf die Fahne schreibt, spielt für mich keine Rolle“, stellt der Politiker klar. „Hauptsache, es wird umgesetzt.“
Politik bedeute auch, Kompromisse zu finden. „Um eine Entscheidung treffen zu können, müssen viele Menschen gefragt werden. Darum sind oft nur kleine Schritte möglich“, sagt Kanebley.
Manchmal gebe es Übereinstimmungen mit anderen Parteien, wie beispielsweise mit der SPD bezüglich der Ortsentwicklung in Elstorf. Doch auf anderen Gebieten, so der Politiker, käme man mit den Sozialdemokraten nicht zusammen, wie bei der Verabschiedung des Haushaltes für das Jahr 2016.
Seit er volljährig ist, gehört Kanebley der Partei der Christdemokraten an, möglicherweise familiär vorbelastet: Sein Vater Hans-Heinrich sitzt wie er im Neu Wulmstorfer Rat, sein Opa Erich war Bürgermeister in Neu Wulmstorf. „Als kleiner Butschi habe ich oft bei den alten Herren gesessen und mich im Nachhinaien häuftig gefragt, warum damals so gut wie keine Frauen dabei waren.“ Das habe sich zum Glück geändert, sagt Kanebley.
Von der Quotenregelung an sich hält Malte Kanebley, der hauptberuflich eine eigene Werbeagentur führt, aber nichts. „In der Verwaltung wurde kürzlich eine Stelle ausgeschrieben mit dem Zusatz, dass Männer bevorzugt werden.“ Denn in der Neu Wulmstorfer Verwaltung arbeiten mehr Frauen als Männer. „Diese Regelung finde ich nicht gut“, sagt er. „Wer qualifiziert ist, soll die Stelle besetzen, egal ob Mann oder Frau.“
Malte Kanebley ist gern in der Politik unterwegs, für ihn ist sie „ein sehr zeitintensives Hobby.“ Gerade baut er mit seinem Bruder in Elstorf ein Doppelhaus, „das hoffentlich im Mai fertig ist.“ Denn dann kommt auf ihn sein größtes Projekt zu: Im Frühsommer wird er Vater.