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Nächste Runde für Famila

Der Eingang des Famila-Warenhauses Kiel-Wik - so könnte es in Neu Wulmstorf auch aussehen (Foto: Famila)

Größe der Verkaufsfläche in Neu Wulmstorf scheint geregelt

ab. Neu Wulmstorf.
Die meisten Politiker und Anwohner wollen ihn, jetzt sollte es endlich weitergehen: Am morgigen Donnerstag, 1. Februar, beraten die Mitglieder des Bauausschusses ein weiteres Mal über die Ansiedlung des Vollsortimenters Famila auf dem Ex-Möbel-Meyn-Gelände in Neu Wulmstorf. Und die Chancen stehen gut, dass die Planungen in die finale Phase eintreten.

Nachdem die Politik im vergangenen Mai grünes Licht für den Verbrauchermarkt an der Matthias-Claudius-Straße gegeben hatte, erhob wenige Monate später noch einmal Ratsherr Gerhard Peters (CDU) Einwände. Er hatte Politik und Verwaltung Mauschelei vorgeworfen: Hinter verschlossenen Türen werde versucht, die Verkaufsfläche des Marktes durch Rechentricks künstlich zu erhöhen. Windfang, Eingangsbereich und Vorkassenzone sollten aus der festgesetzten Verkaufsfläche herausgerechnet werden. Das hätte dem Markt eine um 500 bis 600 Quadratmeter größere Fläche beschert.

Nach einer ersten öffentlichen Auslegung war die Verkaufsfläche aufgrund der Bedenken der Nachbargemeinden, der IHK und der Landkreise Harburg und Stade von 3.500 auf 2.430 Quadratmeter verschlankt worden. Famila-Kritiker Peters hatte seinen Verdacht auch der Kommunalaufsicht des Landkreises gemeldet und teilweise Recht bekommen.
Gerhard Peters ist Sprecher der "Initiative Ortszentrum Neu Wulmstorf" (IONW). Wie mehrfach berichtet, befürchtet die Interessengemeinschaft von Geschäftsleuten an Bahnhofstraße und Hauptstraße, dass durch eine Famila-Ansiedlung vor allem kleinere Ladenbetreiber um ihre Existenz bangen müssen.

Den Ausschussmitgliedern liegt jetzt ein aktualisiertes Verträglichkeitsgutachten vor. Die Gesamtverkaufsfläche wurde, inklusive Vorkassenzone und Windfang, auf 2.550 Quadratmeter festgelegt. Die eigentlichen 2.430 wurden auf 2.550 Quadratmeter erhöht, nachdem die Verkaufsfläche neu definiert und Windfang, Vorkassenzone und Eingangsbereich mit eingerechnet worden waren.

Auch ein Bäcker mit 45 Quadratmetern Fläche wurde berücksichtigt. Die Verkaufsfläche für den sogenannten aperiodischen Bedarf, sprich den Non-Food-Bereich, wurde auf Empfehlung des Landkreises auf zehn Prozent (255 Quadratmeter) begrenzt. Für den Sortimentschwerpunkt, Nahrungs- und Genussmittel sowie Drogeriewaren und Putz- und Reinigungsmittel, beträgt die Verkaufsfläche 2.295 Quadratmeter.

• Die Sitzung des Bauausschusses beginnt am morgigen Donnerstag, 1. Februar, um 19.30 Uhr im Ratssaal (Bahnhofstraße 39). Billigen die Mitglieder die vorgelegten Entwürfe, werden die Pläne erneut öffentlich ausgelegt.