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Neu Wulmstorf: Etwas größer und stärker und lauter

Bekommen am Rand von Elstorf und Appel Gesellschaft: die Windenergie-Anlagen in Ohlenbüttel

Investor will leistungsstärkere Windenergie-Anlage bei Elstorf

ab. Elstorf/Neu Wulmstorf.
Einfach so genehmigen wollte der Bauausschussvorsitzende Thomas Grambow (SPD) auf der jüngsten Sitzung das Anliegen des Investors nicht. Dieser hatte sich dazu entschlossen, westlich von Elstorf einen anderen Windenergie-Anlagetyp als vorgesehen zu bauen. Alle Ausschussmitglieder gaben am Ende der Realisierung der größer dimensionierten Anlage grünes Licht - der Ausschussvorsitzende meldete dennoch Beratungsbedarf an.

Nur in Nuancen habe sich das Projekt geändert, das Diplom-Geograph Thomas Aufleger von der Gesellschaft für räumliche Planung und Forschung NWP den Anwesenden im Ratssaal vorstellte. Der Vorhabenträger, Energiekontor AG aus Bremen, will jetzt eine etwas leistungsstärkere Anlage als geplant nahe Elstorf, an der Grenze zur Samtgemeinde Hollenstedt (Gemeinde Appel), realisieren. Die 200 Meter hohe Anlage soll nun einen Rotordurchmesser von 144 anstelle von 140 Metern haben. Dafür liefere sie mit 3,7 Megawatt 0,3 Megawatt Strom mehr. Der Schallleistungspegel steige tagsüber und nachts leicht an, werde aber nachts in der Leistung etwas gedrosselt und im schallreduzierten Modus gefahren. Der Landkreis hätte, so Aufleger, bezüglich der Änderung keine Bedenken gehabt.

Die hatte dafür Thomas Grambow. Er könne nachvollziehen, sagte er, dass es der Wunsch der Investoren sei, die Leistung zu erhöhen. Dass die Anlage gebaute werde, sei klar. Trotzdem gab er zu bedenken, dass die Gemeinde gerade in einem Flächennutzungsplan-Verfahren stecke. „Es gibt in dem Gebiet Flächen, die für eine mögliche Wohnbebauung vorgesehen sind. Wenn wir dabei bleiben, gibt es im Westen Schattenwurf.“ Auch die geplante Ortsumfahrung B3neu käme (s. Artikel unten) - die dann vielleicht dichter an den Ort rücken müsse. „Was muten wir den Menschen zu? Muss sich nachher alles nach
der Anlage richten? Sehen Sie uns nach, wenn wir noch Beratungsbedarf anmelden.“

Das Vorhaben direkt auf den Weg bringen wollte der CDU-Fraktionsvorsitzende Malte Kanebley. „Für meine Fraktion hat sich nichts Wesentliches geändert“, meinte er. Durch den neu gewählten Anlagentyp gebe es mehr Leistung und das sei gut.

Keiner wolle mehr Atom- oder Kohlekraftwerke, meldete sich Hans-Heinrich Wiegers (UWG)
zu Wort. „Irgendwo muss der Strom ja herkommen. Wir müssen etwas schaffen, um ihn zu gewinnen. Ich kann das Vorhaben daher nur unterstützen.“

Im neuen Jahr wollen sich die Fraktionen zu dem Thema weiter beraten und dazu auch Verwaltung und Vorhabenträger bzw. Vertreter einladen.