Bitte klicken Sie zur Auswahl auf eines der folgenden vier Logos:

Neu Wulmstorf fehlen Einnahmen

Neu Wulmstorfs Kämmerer Jörg Schröder (Foto: oh)
bc. Neu Wulmstorf. Nach gegenwärtigem Stand der Dinge muss die Gemeinde Neu Wulmstorf mit weniger Steuereinnahmen als erwartet rechnen. Kämmerer Jörg Schröder teilte im jüngsten Finanzausschuss mit, dass die Gewerbesteuer-Kalkulation für dieses Jahr aktuell ein Defizit von gut 700.000 Euro aufweist. "Wir liegen unterhalb des Plan-Ansatzes von 6.656.000 Euro", sagte Schröder auf WOCHENBLATT-Nachfrage.

Auf dem Gemeindekonto seien derzeit erst 5.950.000 Euro eingegangen. "Die Erfahrung zeigt aber, dass bis Jahresende noch etwas passieren kann", so der Verwaltungsvize. Die Gewerbesteuer-Erträge seien konjunkturell bedingt schwer zu prognostizieren. Die Gemeinde rechnet für 2013 mit Gesamteinnahmen von 27,9 Mio. Euro.

Auch bei den Schlüsselzuweisungen des Landes rechnet Jörg Schröder für 2014 mit weniger Einnahmen. Grund ist das Ergebnis der Volkszählung "Zensus", nach der in Neu Wulmstorf angeblich 927 Einwohner weniger als angenommen leben. Bleibt es bei den Zahlen, erhält Neu Wulmstorf 365.000 Euro weniger als in diesem Jahr.

Schröder rechnet jedoch mit einem weitaus höheren Defizit für 2014. Denn auch die Ausgaben für Kindertagesstätten (Beitragsgebühren gesenkt, höhere Tarifabschlüsse) sowie beim Winterdienst seien gestiegen. "Genaue Zahlen gibt es aber noch nicht", so Schröder.

Die Politik reagiert gelassen auf die Ankündigungen. Ein frühzeitiges "Streichkonzert" werde es nicht geben. So sagt z.B. SPD-Fraktionschef Tobias Handtke: "Wir sollten jetzt die Ruhe behalten. Bevor wir keine verlässliche Zahlen haben, bringt es nichts, notwendige Projekte zu streichen." Notfalls müsse der neue Haushalt nicht mehr in diesem Jahr verabschiedet werden, sondern erst in 2014.