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Neu Wulmstorf: Indoor-Spielpark im Gewerbegebiet

So könnte der Indoor-Spielpark aussehen, rechts daneben der Autohandel (Foto: Carcon)

Bauausschuss gibt grünes Licht für neues Spielplatz-Konzept

ab. Neu Wulmstorf. Für den Bau eines Indoorspielparks und der damit verbundenen Änderung des Bebauungsplanes an der Werner-von-Siemens-Straße hatten sich kürzlich die Mitglieder des Neu Wumstorfer Bauausschusses auf ihrer jüngsten Sitzung ausgesprochen. Die Pläne dazu hatte Investorin Jessica Malc vorgestellt.

Auf einer rund 3.600 Quadratmeter großen Fläche soll es von Aktions- über Ruheräume, Bistro und Gastronomie bis hin zu Sportmöglichkeiten Angebote für Klein und Groß geben. „Es soll ein Ort für die ganze Familie werden“, erläuterte Malc ihr Vorhaben. Während die Kinder sich spielend beschäftigen, könnten Erwachsene anderen Vergnügungen nachgehen. Dabei werde Kinderbetreuung mit Animation angeboten. Kreativ- und Nähkurse seien ebenfalls vorgesehen und „Programme, die erlauben, in eine Fantasiewelt einzutauchen“, so Malc. Für Erwachsene werde es eine Businesslounge mit Drucker und Scanner geben. Außerdem sei im Konzept das Thema Sonderpädagogik berücksichtigt, denn auch für behinderte Kinder soll es Angebote geben. Besucher des Indoor-Spielparks sollen die Freizeitstätte über die B3neu anfahren.

„Wir warten jetzt noch auf die Gesetzesänderung“, sagte Jessica Malc gegenüber dem WOCHENBLATT, das könne bis zu neun Monate dauern. „Danach wollen wir den Bauantrag einreichen.“ Läuft alles glatt, möchte die Investorin gleich im Anschluss mit der Umsetzung des Vorhabens beginnen.

Der Indoor-Spielplatz sei eine Bereicherung des Freizeitangebotes in Neu Wulmstorf, sagte Jürgen Sausmikat vom Fachdienst Bauen zu dem Projekt. Es sei schön, dass sich jemand auf der seit Jahren brach liegenden Fläche engagieren wolle. „Planungsrechtlich ist das Vorhaben allerdings noch nicht zulässig.“ Das falle unter den Oberbegriff „Vergnügungsstätte“, deren Ansiedlung dort eigentlich ausgeschlossen sei. Damit gemeint seien allerdings eher Spielhallen und Ähnliches.
Außerdem will der Vater der Investorin mit seinen Autohandel auf das 8.700 Quadratmeter große Grundstück ziehen. Die jetzige Fläche in Wilhelmsburg sei nicht mehr ausreichend.

Als „spannend und toll“ bezeichnete Ausschussmitglied Malte Kanebley (CDU) das Projekt und sagte die Unterstützung seiner Fraktion zu. Allerdings müsse das Thema Spielhalle ausgeschlossen werden. „Ich wünsche Ihnen bei Ihrem Vorhaben viel Glück“, so Kanebley.