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Neu Wulmstorf muss Gewerbesteuer-Ausfall von einer Million Euro hinnehmen

Gemeindekämmerer Jörg Schröder (Foto: archiv)
bc. Neu Wulmstorf. Schlag ins Kontor für die Gemeinde Neu Wulmstorf: Wie Kämmerer Jörg Schröder im jüngsten Finanzausschuss mitteilte, muss die Kommune mit einem Gewerbesteuer-Ausfall von gut einer Million Euro rechnen. Statt kalkulierten Einnahmen in 2014 von 6,3 Mio. Euro lautet die neue Prognose ca. 5,3 Mio. Euro. "Auch für mich eine Riesen-Überraschung", sagt Schröder dem WOCHENBLATT.

Hintergrund: Ein bedeutendes Unternehmen der Gemeinde hat dieser Tage seine Gewerbesteuer-Zahlungen für 2013 und 2014 in Höhe von insgesamt rund einer Millionen Euro reduziert. "Wir haben sofort Kontakt mit dem Betrieb aufgenommen. Eine unbefriedigende Situation für uns", so Schröder. Gewerbesteuer-Ansätze seien jedoch immer schwer kalkulierbar.

Schröder will nun die kommenden ein, zwei Monate abwarten, ob sich nicht doch noch positive Entwicklungen bei der Gewerbesteuer ergeben. Andernfalls müsse die Verwaltung versuchen, laufende Kosten aus dem Betriebshaushalt zu senken.
Zwar zahle Neu Wulmstorf angesichts des Millonen-Ausfalls weniger Gewerbesteuer-Umlage an das Land Niedersachsen, trotzdem bleibe unter dem Strich ein Verlust für die Gemeinde von ca. 800.000 Euro, so Schröder. Eine ernste Situation. Der Kämmerer stellt aber klar: "Geplante Investitionen sind nicht gefährdet."

Derweil hat der Landkreis Harburg als Aufsichtsbehörde den Neu Wulmstorfer Haushalt für 2014 genehmigt. Zu den geplanten Investitionen in Höhe von rund 7,1 Mio. Euro zählen:

• Neubau Schulsporthalle Grundschule an der Heide (Gesamtkosten etwa 3,8 Mio. Euro)
• Neugestaltung der Außenanlagen der Kita Fuchsbau
• Anbau Rettungswache in Elstorf
• Erwerb eines neuen Löschgruppenfahrzeuges
• Beginn der Planungen für ein Familienzentrum sowie für den Neubau der Straße "Am Bach"
• Neubau Schützenstraße und Bahnseitenweg Ost sowie Bau einer Querungshilfe Wulmstorfer Straße

Zwar weist das Neu Wulmstorfer Zahlenwerk für 2014 einen Fehlbetrag von 875.500 Euro aus, aufgrund positiver Jahresergebnisse der Vorjahre kann die Gemeinde jedoch auf eine Rücklage zurückgreifen. Das Defizit wird über den Überschuss gedeckt.