Bitte klicken Sie zur Auswahl auf eines der folgenden vier Logos:

Neu Wulmstorf: Pro Kopf 268 Euro Schulden - ein gutes Ergebnis

Neu Wulmstorfs Kämmerer Jörg Schröder

Der Rat in Neu Wulmstorf verabschiedet den Haushalt 2018 - mit nur einer Gegenstimme und Musik

ab. Neu Wulmstorf.
Mit nur einer Gegenstimme hat jetzt der Rat auf seiner letzten Sitzung des Jahres den Haushalt der Gemeinde Neu Wulmstorf verabschiedet: Eine Million Euro beträgt das Defizit - trotzdem ein Ergebnis, „auf das wir stolz sein können“, stellte Bürgermeister Wolf-Egbert Rosenzweig fest. In den Ausschüssen sei der Haushalt kontrovers, aber zielführend diskutiert worden. „Die Verschuldung ist mit 268 Euro pro Kopf vergleichsweise niedrig: Betrachtet man die Pro-Kopf-Verschuldung ähnlich großer Kommunen, schneidet Neu Wulmstorf gut ab.“ Die liege nämlich bei 990 Euro und sei damit mehr als um ein Dreifaches höher.

Künftig soll das Defizit sinken - im Jahr 2019 werde mit einer Differenz von 144.447 Euro geplant. Die Rede des Verwaltungschefs wurde just, als er den Fehlbetrag zur Sprache brachte, musikalisch untermalt: Kämmerer Jörg Schröder hatte aus Versehen einen falschen Knopf gedrückt und sorgte trotz des ernstes Themas für akute Heiterkeit.
Die war vorüber, als der Kämmerer seine Bedenken zum Ausdruck brachte: Zwar sei dieser Haushalt genehmigungsfähig, sagte der Finanzfachmann, in die Zukunft schaue er aber nicht mehr „ganz so entspannt“.

Es stünden viele kostenintensive Vorhaben auf der Agenda, darunter Kita-Aus- und Schulumbauten oder die Sanierung mindestens eines der Schwimmbäder. „Wir werden dafür Kredite aufnehmen müssen“, prophezeite Schröder. Und wenn die Pro-Kopf-Verschuldung steige, habe das Auswirkungen auf den Ergebnishaushalt. „Wir haben ein Defizit und leben aus der Überschussrücklage. Das ist eigentlich ungesund.“

Ab 2020 seien erste Kredite geplant, bis zum Jahr 2021 erwarte er eine Kreditaufnahme von insgesamt 12 Mio. Euro. „Der Haushalt muss dann von der Kommunalaufsicht genehmigt werden.“

Worüber sich der Bürgermeister später verärgert äußerte: Die Gemeinde muss noch eine überplanmäßige und unvorhersehbare Auszahlung für den Neubau des Familienzentrums leisten. Kosten: 248.000 Euro. Auch diese wurden vom Rat genehmigt.