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Neu Wulmstorf soll (wieder) aufblühen

War als Referenzfläche zum Ausbringen von Saatgut im Gespräch: der Kreisel an den "Wulmstorfer Wiesen"

Mehr regionale Pflanzen und Blumen / Referenzfläche soll geschaffen werden


ab. Neu Wulmstorf. Mit dem Projekt „Neu Wulmstorf blüht auf“ will der BUND, Ortsgruppe Neu Wulmstorf, jetzt dafür sorgen, dass wieder mehr regionale Blumenarten gesät werden. Ein Konzept dazu stellte jetzt der Vorsitzende der BUND-Ortsgruppe, Kersten Stubendorff, den Mitgliedern des Bauausschusses während einer Sitzung vor. Diese wollen das Vorhaben jetzt weiter voranbringen.

Die intensive Landwirtschaft, das häufige Mähen und Düngen fordere seinen Tribut, so Stubendorff. Ein massiver Artenrückgang sei zu verzeichnen. „Auch die Gärten in den Ortschaften lassen keinen Raum mehr für wilde Natur, es gibt kaum noch Totholzecken, Naturzäune oder Komposthaufen“, bemängelte er. Vielmehr seien derzeit exotische Blumen gefragt, die für Insekten wiederum uninteressant seien. Durch den Rückgang der Insekten ergebe sich auch ein starker Rückgang der Singvögel: „Bei einigen Arten sind es bis zu 50, bei der Lerche sogar bis zu 90 Prozent“, so der Vorsitzende.

Das Projekt „Neu Wulmstorf blüht auf“ soll Abhilfe schaffen. Ziel sei dabei eine optische Aufwertung sowie die Schaffung eines Artenrefugiums an Wegrändern, in Gärten, öffentlichen Grünanlagen oder Flachdächern. Auch Privatgärtner und Gewerbetreibende sollten bei diesem Projekt mit ins Boot geholt werden.
Mit insektenfreundlichen Saaten - wobei heimische und regionale Arten bevorzugt werden sollten - sollen sich wieder vermehrt Schmetterlinge, Wildbienen und Singvögel ansiedeln.

Während sich Fraktionsmitglieder der SPD, der Grünen und der AfD sofort dafür aussprachen, das Projekt in Angriff zu nehmen und eine öffentliche Referenzfläche, wie z.B. den Kreisel an den „Wulmstorfer Wiesen“, zum Saatausbringen zu suchen, zeigten sich Mitglieder der CDU zögerlich. „Das Konzept hört sich toll an, aber mit einem Schnellschuss könnten uns nachher die Kosten auf die Füße fallen“, gab die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Katja Seifert zu bedenken. „Politik und Verwaltung müssen mit gutem Beispiel vorangehen“, warf der SPD-Fraktionsvorsitzende Tobias Handke ein. „Wir können den Bürgern nicht sagen, was sie tun sollen, aber selbst untätig bleiben.“

Fachbereichsleiter Thomas Saunus sprach sich für eine andere Vorgehensweise aus: „Wir können über Flächen und ähnliches sprechen, aber nicht aus dem Stehgreif beschließen, es jetzt so oder so zu machen“, stellte er klar.

• Alle Bürger können sich jetzt an dem Projekt „Neu Wulmstorf blüht auf“ beteiligen und dazu eigens für das Projekt zusammengestellte Saatmischungen für den eigenen Garten erwerben. Erhältlich sind sie an der Infozentrale des Neu Wulmstorfer Rathauses sowie in den Filialen der Sparkasse Harburg-Buxtehude in Neu Wulmstorf und Elstorf.