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Neu Wulmstorf steht vor großen Herausforderungen

Einen kurzen Einblick in anstehende Projekte gaben (v.li.) Fachbereichsleister Thomas Saunus, Bürgermeister Wolf Rosenzweig und Gewerbevereinsvorsitzender Frank Kockmann

Kurz und knackig: Bürgermeister Rosenzweig und Fachbereichsleiter Saunus sprachen über aktuelle Themen


ab. Neu Wulmstorf. Die Gemeinde steht vor größeren Herausforderungen: Projekte wie das Familienzentrum hinter dem Rathaus, der P+R-Parkplatz am Bahnhof oder der mögliche Gebäudetausch zweier Schulen stehen u.a. auf der Liste. Vom Stand anstehender Vorhaben berichteten Bürgermeister Wolf Rosenzweig und Fachbereichsleiter Thomas Saunus auf dem jüngsten Treffen des Gewerbevereins.

Fehlende Flächen
Als einen dringlichen Punkt brachte Rosenzweig fehlende Flächen zur Sprache. „Die Gemeinde hat kein Land“, erklärte der Bürgermeister. Dadurch, dass es keine Flächenbevorratung in der Gemeinde gebe, sei der Handlungsraum sehr eingeschränkt, die Gemeinde ständig auf Angebote von außen angewiesen. Beispielsweise könne die Gemeinde bei Anfragen von Gewerbetreibenden nur kleine vereinzelte Flächen anbieten. „Wir können nur vermitteln“, so Rosenzweig.

Flüchtlingsunterkünfte
Dramatisch sieht der Bürgermeister das Thema Unterbringung von Asylsuchenden. Derzeit gibt es 144 Flüchtlinge in der Gemeinde, die hauptsächlich in zwei Häusern untergebracht sind. Ein weiteres großes Gebäude sei derzeit im Gespräch, das den Asylsuchenden als neues Zuhause dienen könne. Für ca. 80 Menschen werden in diesem Jahr noch Unterkünfte benötigt.

Ortszentrum
Auch das Thema Gestaltung des Ortszentrums wurde angeschnitten. Rosenzweig sagte, es sei wichtig, sich damit auseinanderzusetzen, wie sich das Neu Wulmstorfer Zentrum zukünftig aufstellen solle. „Manches kann die Gemeinde beeinflussen, aber nicht alles“, so Rosenzweig. „Wir können Anregungen geben - alles alleine machen können wir nicht.“

Verkehr
Im Zusammenhang mit dem Verkehr um das ehemalige Möbel-Meyn-Gelände herum - „es gibt noch keine neuen Informationen zur Ansiedlung eines Verbrauchermarktes“ - konnte Fachbereichsleiter Thomas Saunus einiges berichten. Das Hamburger Ingenieursbüro SBI führte eine Verkehrszählung im Bereich B73/Lilliencronstraße/Moorweg durch.
Interessant waren hierbei vor allem die Verkehrsströme zu Spitzenzeiten. Eine Datenauswertung könne, so Saunus, der Öffentlichkeit noch nicht präsentiert werden, dafür aber eine interessante Einschätzung. „Die Ampelschaltung entspricht noch dem Stand wie vor 25 Jahren“, so Saunus. „Den heutigen Verhältnissen ist sie nicht mehr angemessen.“ Allein eine Veränderung der Signalschaltung könne nach Einschätzung des Ingenieurbüros bereits zu verbessertem Verkehrsfluss führen. Mit der Auswertung der Verkehrszählung wird das Thema nach der Sommerpause fortgesetzt.

Ca. 40 Gewerbetreibende aus Neu Wulmstorf waren der Einladung des Vorsitzenden Frank Kockmann gefolgt. Sowohl Verwaltung als auch Gewerbeverein brachten zum Ausdruck, dass sie eine weitere gemeinsame Zusammenarbeit begrüßen.