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Neu Wulmstorf: Wohnhaus mit einem Satteldach

Die Ostansicht des Gebäudeentwurfs. Vorgesehen sind zwei Vollgeschosse und Wohnraum im Dachgeschoss (Foto: Kossendey)

Bauausschuss billigt vorgelegten Entwurf für Wilhelm-Busch-Straße

ab. Neu Wulmstorf.
Grünes Licht für Variante D: Wie das Gebäude ausfällt, das zukünftig an der Wilhelm-Busch-Straße auf der Fläche des Gemeindehauses II stehen wird, hat jetzt der Neu Wulmstorfer Bauausschuss in seiner jüngsten Sitzung beschlossen. Zwei Vollgeschosse sollen es werden, mit seitlichen Flügeln anstelle eines Staffelgeschosses. Damit sich das mehrstöckige Wohnhaus gut in die Umgebung einfügt, wird es ein Satteldach bekommen.

Zum dritten Mal war Investor Tobias Kossendey im Bauausschuss, um seine Entwürfe vorzulegen. Die Varianten A bis C hatten die Mehrheit der Ausschussmitglieder nicht überzeugen können: Mal wirkte der Gebäudeentwurf zu bullig, mal erschien ein Terrassenvorbau zu abgehackt oder Giebel zu störend.

Bei Variante D sind 19 Wohneinheiten mit Fahrstuhl geplant, überwiegend barrierefrei, in Größen zwischen 40 bis 70 Quadratmetern. Das Gebäude soll komplett unterkellert werden. Das Besondere an dem Neubau: Ab der 13. Wohneinheit hat die Gemeinde Belegungsrecht für bezahlbaren Wohnraum. Das ist eine Absprache zwischen Kossendey und dem Bauausschuss, nach der der Investor höherstöckig bauen darf, als laut Bebauungsplan bisher ausgewiesen.

Es sei nicht ganz einfach, alle städtebaulichen Ziele in dem Neubau zu realisieren, stellte Malte Kanebley (CDU) fest. "Auf der einen Seite wollen wir dort möglichst viel Wohnraum schaffen, auf der anderen aber ein Gebäude haben, das sich mit der Umgebung verträgt", sagte er. "Meine Fraktion würde sich für die Satteldach-Variante entscheiden, was unter anderem mit der Wirkung des Daches zusammenhängt." Kanebley ergänzte, es gäbe in der Gemeinde, abgesehen von Gebäuden an verkehrsreichen Straßen, maximal zweigeschossige Bebauung mit Satteldach. In dieses Raster solle auch der Neubau an der Wilhelm-Busch-Straße passen. "Wir möchten nicht, dass höhere Bebauung am Ende nahezu überall möglich wird, wenn wir sie in diesem Fall zulassen."

"Wir hatten auf den vergangenen Sitzungen die Bedingung gestellt, dass der Gebäudekörper gedreht wird, um andere Gebäude nicht zu verschatten", warf Uwe Stockleben (SPD) ein. Seine Fraktion könne mit Variante D ebenfalls gut leben. "Das Satteldach ist die beste Lösung." Auch Sonja Stey (Grüne) stimmte dieser Variante zu.

Ab jetzt gehe es wieder zügiger voran, versprach Bauausschuss-Leiter Thomas Grambow (SPD) dem Investor, der bereits im Mai erste Entwürfe vorgelegt hatte. "Der Satzungsbeschluss kommt im neuen Jahr und wir haben bald ein paar schöne neue Wohnungen mehr in Neu Wulmstorf", freute er sich.

Auch der Investor war im Anschluss an die Sitzung zufrieden: Gegenüber dem WOCHENBLATT sagte Tobias Kossendey, er habe die vierte Variante ebenfalls favorisiert.