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Ortsumfahrung Elstorf: Das ist der aktuelle Stand

Darin herrscht Einigung: Eine Ortsumfahrung Elstorfs ist dringend erforderlich. Wie sie um Elstorf herumführen soll, ist strittig

Infoveranstaltung der Straßenbaubehörde sorgt für Unmut

ab. Neu Wulmstorf.
ab. Neu Wulmstorf. Die B3neu „Ortsumfahrung Elstorf“ geht in die nächste Runde.  Auf einer Info-Veranstaltung für die betroffenen Gemeinden, Städte und Landkreise stellte die Niedersächsische Straßenbaubehörde aus Lüneburg den derzeitigen Planungsstand und den weiteren Ablauf vor. Dabei wurde ein komprimierter Zeitplan bekannt gegeben sowie der Entwurf mit einer Ortsumgehung im westlichen Bereich um eine im östlichen Bereich verlaufende Variante erweitert.

Im aktuellen Zeitplan enthalten ist eine Antragskonferenz zum Raumordnungsverfahren mit den Trägern öffentlicher Belange im September 2018. Nach weiteren Planungsschritten könnte 2025 das Planfeststellungsverfahren eingeleitet werden, der Baubeginn frühestens in 2027 erfolgen. Dabei soll die Öffentlichkeit regelmäßig informiert und beteiligt werden.

Für den Landtagsabgeordneten Heiner Schönecke (CDU) sind die aktuellen Planungen nicht hinnehmbar. „Als ich sie gesehen habe, musste ich erst mal schlucken“, sagt der in Elstorf lebende Politiker. Grund: Obwohl es schon lange Planungen für den Trassenverlauf der Ortsumfahrung gibt, werden neue Entwürfe geprüft. „Jetzt wird sogar eine östlich nahe Schwiederstorf verlaufende Umfahrung in Betracht gezogen.“ Seit 25 Jahren gebe es im Flächennutzungsplan eine Variante, „und die wird plötzlich infrage gestellt.“ Seine Vermutung: Die Pläne für neue Wohnbebauung in Elstorf und Schwiederstorf verzögern und erschweren die Realisierung der Ortsumfahrung.

Wie berichtet, hatte der Bauausschuss der Gemeinde im Juni einen Masterplan-Entwurf mit neuen Flächen zu Wohnbebauung in Elstorf und Schwiederstorf erörtert. Da der Verlauf der Ortsumgehung noch nicht feststeht, hatten die Entwürfe einigen Protest von Anwohnern hervorgerufen. Auch dass der in diesem Zusammenhang stehende Grunderwerb laut jüngsten Planungen bis 2028 vorgesehen sei, bemängelt Heiner Schönecke: „Das passt überhaupt nicht zu den Abläufen der A26 und die wird kommen“, erzürnt er sich. Er selbst habe frühzeitig bei der Gemeinde darauf hingewiesen, was bei dem Vorhaben alles verkehrt laufe. „In den jüngsten Entwicklungen sehe ich alle meine Kritikpunkte bestätigt: Der Verkehr wird nach Neu Wulmstorf kommen. Wenn die Planungen nicht radikal angepasst werden, wird er in Elstorf über Jahre oder sogar Jahrzehnte für untragbare Zustände sorgen.“

Gelassener sieht das Elstorfs Ortsvorsteher Uwe Keller. „Meiner Meinung nach werden der Masterplan und die Ortsumfahrung nicht miteinander kollidieren“, sagt er. Vielleicht sei es sogar ein Vorteil für die Straßenbaubehörde zu wissen, wo möglicherweise Baugebiete entstehen sollen. Denn das könne bei den Planungen berücksichtigt werden. Keller selbst bevorzugt die Variante westliche Ortsumfahrung. „Eine Umgehung über Schwiederstorf würde länger ausfallen“, ist er überzeugt.

Dass es noch bis 2032 mit der Fertigstellung dauern kann, findet der Ortsvorsteher auch bedauerlich. „Ich hatte auf eine frühere Fertigstellung gehofft, denn der Verkehr nimmt gerade zu Stoßzeiten ständig zu.“ Er sehe jedoch die Bemühungen seitens der Straßenbaubehörde, das Projekt so schnell wie möglich voranzutreiben.