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Pläne mit vielen Lücken

Auf der skizzierten Fläche der Fotomontage zu sehen: das Wohngebiet nahe der Fischbeker Heide. Dort soll die Waldsiedlung entstehen. (Foto: Montage MSR/Skizze: WRS Architekten & Stadtplaner)

Ausschuss-Mitglieder kritisieren vorgestellte Pläne für Waldsiedlung


ab. Neu Wulmstorf. "Als wir das letzte Mal darüber gesprochen haben, waren meine Haare noch nicht grau", stellte Architekt Stefan Röhr-Kramer in der Bauausschusssitzung im Neu Wulmstorfer Rathaus fest, bevor er mit seiner Präsentation begann. Seit 2005 lagen die Pläne für das Wohngebiet "Waldsiedlung" in Neu Wulmstorf nahe des Geländes der Röttiger-Kaserne brach und wurden jetzt mit der 15. Änderung wieder aus der Schublade geholt. Ein Grund für die Verzögerung war u.a. die Erschließungsstraße, die über das Ex-Röttiger-Kasernengelände zur Waldsiedlung führt. Denn erst seitdem Hamburg dort neuen Wohnraum baut, kann diese genutzt werden. Doch nach Röhr-Kramers Vortrag hagelte es Kritik an den Entwürfen des Hamburger Planungsbüros.

Der Plan sei skizzenhaft, es fehlten wichtige Informationen, alles sei zu ungenau, hieß es im Ausschuss. Vernichtendes kam auch von Malte Kanebley (CDU). "Uns wurde kein wirklicher Entwurf vorgelegt, sondern nur, wie man es machen könnte", so der Fraktionsvorsitzende. Auch Thomas Grambow (SPD) hatte einiges zu bemängeln. Auf der Skizze sehe alles gleichförmig aus, es müsse aufgelockert werden. Außerdem sei eine Anbindung an Neu Wulmstorf wichtig, auch für Fußgänger und Radfahrer. Man wolle schließlich keine Enklave und nicht für jeden Weg über die B73 fahren müssen. Und es fehle der Spielplatz aus dem früheren Entwurf. "Der Plan bringt uns nicht weiter", lautete das Fazit des Ausschussvorsitzenden.

Allein Jan Lüdemann (UWG) begrüßte die Pläne. "Ich bin ein Fan von der Waldsiedlung", sagte er. "Es wird Zeit, dass wir das anfassen."
Zum Entwurf: Geplant ist eine Wohnbebauung angrenzend an das Naturschutzgebiet Fischbeker Heide. Die Anbindung und Erschließung erfolgt über die Röttiger Kaserne. 4,4, Hektar Gehölzbestand sollen erhalten bleiben, damit der Waldcharakter innerhalb der Siedlung nicht verschwindet. Insgesamt 57 großzügige Grundstücke für Einfamilienhäuser zwischen ca. 1.000 und 3.244 Quadratmeter, bei Bedarf mit Einliegerwohnung, sieht der Entwurf vor. Die Grundfläche der Häuser soll eine absolute Größe von 250 Quadratmetern betragen.

Am Ende kam es im Ratsaal zu keinem Beschluss - die Verwaltung wurde damit beauftragt, einen detaillierten Plan vorzulegen.