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Und wieder fehlt Neu Wulmstorf Fördergeld

Der Ausbau der maroden Verbindungsstraße zwischen B73 und L235 soll in diesem Jahr beginnen
bc. Neu Wulmstorf. Große Freude kam in Neu Wulmstorf auf, als im vergangenen Jahr nach der Abschaffung der Anliegerbeiträge durchsickerte, dass das Land Niedersachsen die Zuschuss-Summe für den Ausbau des "Bredenheider Wegs" von 457.000 auf 913.000 Euro erhöht. Der Schreck folgte am vergangenen Donnerstag, als Thomas Saunus, Fachbereichsleiter Ortsentwicklung im Rathaus, die Nachricht erhielt, dass die Fördersumme angesichts der aktuellen Planung komplett wegfalle. Saunus teilte die schlechte Botschaft in der abendlichen Sitzung des Bauausschusses mit.

Insgesamt soll die Maßnahme 1,57 Mio. Euro kosten. Der Baustart ist für dieses Jahr vorgesehen. Geplant war, dass das Land 913.000 Euro beisteuert, die Gemeinde 657.000 Euro. „Wir haben gezockt“, sagte Bauausschuss-Vorsitzender Thomas Grambow (SPD) damals. Wie berichtet, hatte eine Bürgerinitiative 1.200 Unterschriften für die Abschaffung der Ausbaugebühren gesammelt. Der Gemeinderat gab der Forderung nach. Nun aber fehlen neben den Anliegerbeiträgen auch die Landeszuschüsse. Wie bekommt die Gemeindeverwaltung jetzt die Kuh vom Eis?

Am Mittwoch, 17. April, fährt Bürgermeister Wolf Rosenzweig persönlich mit Thomas Saunus zu Sondierungsgesprächen zur Regierungsvertretung nach Lüneburg. "Wir müssen die Gespräche abwarten", sagt Gemeindesprecher Michael Krüger. Vermutlich geht es um vier eingeplante Querungshilfen, die den Verkehr in der Verbindungsstraße zwischen B73 und L235 (Wulmstorfer Straße) beruhigen sollen. Das Land hält offenbar wenig von den Verkehrsinseln in der Tempo 50-Zone.

CDU-Fraktionschef Malte Kanebley betrachtet die neuerliche Entwicklung gelassen: "Falls wir die Fördermittel mit der aktuellen Planung nicht bekommen, planen wir halt um." Allerdings kostet auch eine Umplanung Geld und wird den Beginn des Projektes womöglich nach hinten verschieben. Die Anlieger der maroden Straße dürften wenig erfreut sein.

• Des Weiteren entschieden die Mitglieder des Bauausschusses einstimmig die Dorferneuerung im kleinen Ortsteil Ohlenbüttel wie vorgesehen durchzuführen - auch wenn fest eingeplante EU-Fördermittel in Höhe von 120.000 Euro gestrichen wurden (das WOCHENBLATT berichtete). Die Gemeinde soll das Geld aus eigener Tasche bezahlen. Hartmut Wiegers von der UWG-Fraktion dazu: "Die Dorferneuerung ist bereits zur Hälfte fertiggestellt. Jetzt müssen wir auch halten, was wir den Menschen in Ohlenbüttel versprochen haben." Ortsvorsteher Hans-Werner Kordländer freute sich über die breite Zustimmung seitens der Politik.

Fachbereichsleiter Thomas Saunus erklärte, weshalb der Zuschuss weggefallen ist: "In Niedersachsen wird die Steuereinnahmekraft als Förderkriterium zugrunde gelegt." Die Gemeinde Neu Wulmstorf verfüge über überdurchschnittlich hohe Steuereinnahmen.