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Verpennt Ministerium Rübker Umgehung?

bc. Rübke. Rückschlag für die Rübker Bürger im Kampf für eine Umgehungsstraße: Die CDU-Landtagsabgeordneten Heiner Schönecke und Norbert Böhlke haben jetzt die Antwort auf ihre Kleine Anfrage zu einer Umfahrung erhalten.
Darin führt das rot-grün geführte Verkehrsministerium in Hannover aus, dass "mit dem Planfeststellungsbeschluss zum dritten Abschnitt der A26 festgestellt wurde, dass sich durch den Bau der Autobahn keine Begründung für eine Umfahrung Rübkes ableiten lässt".

Wie berichtet, soll eine Umgehung den Verkehrskollaps in Rübke (L 235) nach Freigabe der A26 verhindern. Die Trasse müsste auf Hamburger Gebiet gebaut werden.

Bislang habe es jedoch keine Gespräche von Niedersachsens Verkehrsminister Olaf Lies mit Hamburgs Verkehrssenator Frank Horch in dieser Angelegenheit gegeben, wird aus der Anfrage deutlich. "Unsere Befürchtungen haben sich bestätigt. Ich hätte erwartet, dass Lies und Horch zumindest schon einmal zu dem Thema konferiert hätten", sagt Schönecke. Außer eines Treffens zwischen Staatssekretärin Daniela Behrens, Hamburgs Staatsrat Andreas Rieckhof und Neu Wulmstorfs Bürgermeister Wolf Rosenzweig Anfang des Jahres habe es bislang kein länderübergreifendes Gespräch gegeben. "Enttäuschend", findet Schönecke.

Hintergrund: Vor der Bundestagswahl 2013 hatte Lies noch bei einem Besuch in Rübke versprochen, sich für die Neu Wulmstorfer Belange stark zu machen. Lies legte dar, dass er sich mit Senator Horch in Verbindung setzen werde.
Wie berichtet, wandte sich die Bürgerinitiative "Arbeitsgemeinschaft Dorferhaltung Rübke" erst in der vergangenen Woche mit einer Petition an den Niedersächsischen Landtag, in der sie ihre Forderungen nach einer Ortsumgehung deutlich macht.
Schönecke und Böhlke wollen sich dafür einsetzen, dass das Thema auf der Agenda des Landtags bleibt.