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Wohnquartier wird in Neu Wulmstorf geplant: „Derzeit ist das keine Schönheit“

So wie diese Visualisierung soll die Wohnbebauung an der Lessingstraße aussehen (Foto: PNG Architekten)

Infoveranstaltung zum Bauvorhaben "Quartier 53° Nord" an der Lessingstraße lockte zahlreiche Bürger ins Rathaus


ab. Neu Wulmstorf. Neue Wohnungen, neue Straße: Über das Bauvorhaben mit dem Arbeitstitel „Quartier 53° Nord“ an der Lessingstraße informierten jüngst die Neu Wulmstorfer Verwaltung und die ausführenden Architekten Norbert Behrens und Matthias Diercks. Ebenfalls anwesend war Alexander Mättig vom Beratungsunternehmen Königstein Capital aus München: Er vertrat Grundstückseigentümer Karl Maier und gab den zahlreichen Besuchern im Ratssaal Einblick in die Vorgänge.

Bereits seit 15 Jahren überlege man gemeinsam mit der Neu Wulmstorfer Gemeinde, was sich auf dieser Fläche am besten eigne. Denn, so Mättig, zum jetzigen Zustand - einer asphaltierten Riesenfläche und zwei älteren Büro- und Lagergebäude -, „eine Schönheit ist das ja nicht.“ Dafür erntete er zustimmendes Nicken aus dem Publikum.

Überwiegend positiv waren die Reaktionen der Zuschauer, allerdings machten sich Anwohner wegen der Schließung der Lessingstraße zur B73 Sorgen über zukünftige Lärmbelästigung. Diesen Bedenken erteilte Fachbereichsleiter Thomas Saunus eine klare Absage. Er kenne die Problematik, doch in den Nachbarstraßen der Lessingstraße sei Wohnen gar nicht vorgesehen. „Die Fritz-Reuter-Straße ist als reines Gewerbegebiet festgeschrieben.“ Zwar seien dort mit den Jahren Menschen sesshaft geworden, Anspruch auf weniger Verkehr und dementsprechend weniger Lärm hätten Anlieger jedoch nicht. Auch Lkw-Verkehr sei dort gestattet.

Das ist geplant:
Auf ca. 25.000 Quadratmetern sollen drei Gebäude mit insgesamt 380 Mietwohnungen entstehen. Eine Kindertagesstätte und ein Spielplatz sind dort ebenso geplant wie eine Pflegeeinrichtung. Die Erschließung erfolgt über eine neue Straße sowie über Stichstraßen. Dafür sollen die Zufahrt von der B73 in die Lessingstraße sowie die Lücke zur Wohnbebauung auf der gegenüberliegenden Seite der Lessingstraße geschlossen werden. Der aktuelle Entwurf sieht ca. 110 Wohneinheiten mit ein bis zwei Zimmern, 98 Einheiten mit zwei bis drei Zimmern, 48 Einheiten mit drei bis vier Zimmern sowie 48 Einheiten mit vier Zimmern vor. 40 Wohnungen sind für die Tagespflegeeinrichtung geplant. Das Besondere: Jede große Wohneinheit wird so konzipiert, dass sie später in zwei kleine getrennt werden kann. Zu jeder Wohnung gehört ein Tiefgaragenstellplatz. Außerdem soll es eine Möglichkeit zum Car-Sharing geben sowie eine Ladestation für Elektro-Fahrzeuge. Kostenpunkt: 115 Millionen Euro.

Saunus war von dem Entwurf angetan: „Dass ein städtebaulicher Partner solche zukunftsorientierten Konzepte aufstellt, ist nicht selbstverständlich. Das muss ich loben.“ Baustart soll im kommenden Jahr sein.