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Zuzug des Verbrauchermarktes "famila" wieder einen Schritt weiter

So könnte ein Famila-Markt auf dem ehemaligen Möbel-Meyn-Gelände aussehen (Foto: Famila)

Verkehrsgutachter sehen keine Probleme


ab. Neu Wulmstorf. Die Ansiedlung des Verbrauchermarktes Famila auf dem ehemaligen Möbel-Meyn-Gelände spaltet in Neu Wulmstorf nach wie vor die Lager. Während die CDU dem Vorhaben weiterhin skeptisch gegenübersteht, sich aber dennoch für die vorgestellten Entwürfe ausspricht, halten die Grünen einen weiteren Verbrauchermarkt nach wie vor für überflüssig. Doch alle anderen wollen ihn.
Darum beschloss der Ausschuss am Donnerstagabend, das Verfahren weiter voranzubringen und den jüngsten Entwürfen zuzustimmen.

Dem Bauausschuss wurden zwei neue Verkehrsgutachten vorgelegt, die eine Verkehrszunahme rund um die Liliencronstraße und die B73 nicht wesentlich problematischer darstellten, als sich die Situation derzeit ohnehin gestaltet. Dr. Michael Großmann von der SBI aus Hamburg meinte, die Ampelschaltung neu anzupassen, könnte schon jetzt hilfreich sein.
Zwischen 2.300 Fahrten unter der Woche und bis zu 2.900 Fahrten an Samstagen würden dem Verkehr durch die Ansiedlung Familas zugeführt werden. Doch das hält der Experte für verkraftbar.

Halina Gebert von der Unternehmensberatung „Lademann + Partner“ aktualisierte das Zentrenkonzept, das sie im vergangenen Jahr angesichts des Vorhabens vorgestellt hatte. „Die Kaufkraft in Neu Wulmstorf wird sich bis zum Jahr 2025 um 17 Millionen Euro auf 148 Millionen Euro erhöhen“, prognostizierte sie. Beeinflusst werden diese Zahlen durch geplante Bauvorhaben, wie z.B. das Wohnquartier an der nahe gelegenen Lessingstraße, das mit 380 Wohneinheiten für einen enormen Zuzug sorgt. Auch an Neu Wulmstorfs Grenze wird es durch den Wohnpark auf der Fläche der Röttiger Kaserne auf der Hamburger Seite zukünftig sehr viel mehr Anwohner geben. Bereits jetzt würden laut Gebert in einem Radius von 500 Metern ca. 2.300 Einwohner leben. Darum sei die Ansiedlung eines Nahversorgungszentrums an der verkehrsgünstig gelegenen Matthias-Claudius-Straße ein gutes Vorhaben.

Ausschussmitglied Malte Kanebley (CDU) bringt seine Skepsis deutlich zum Ausdruck. „Ich bin sehr gespannt, wie das Verfahren weiterläuft.“ Er ist davon überzeugt, dass noch einige Zeit ins Land geht, bevor das Vorhaben solide Züge annimmt: Kanebley rechnet mit viel Gegenwind aus den angrenzenden Städten und Kommunen.