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Jede Menge Medaillen für Neu Wulmstorfer Schwimmer

Christoph Lorenzen mit seinen jüngsten Erfolgen: Vier Medaillen holte er bei den Kreismeisterschaften

Christoph Lorenzen ist seit mehr als zwölf Jahren Schwimmer mit Leib und Seele


ab. Neu Wulmstorf.„Es kommt auf die Zeit an, nicht auf die Medaille. Wenn wenig Konkurrenz am Start ist, kann es auch mit einem lausigen Ergebnis eine Platzierung geben.“ Der, der das sagt steckt schon lange im Wettkampfgeschäft: Christoph Lorenzen (19), seit seinem siebten Lebensjahr aktiver Vereinsschwimmer beim TVV Neu Wulmstorf, konnte im vergangenen Jahr so viele Auszeichnungen wie in keinem Jahr zuvor ergattern. Er erschwamm bei Kreis-, Bezirks- und Landesmeisterschaften reichlich Gold, Silber und Bronze. Seine Hauptstrecken sind 50, 100 und 200 Meter Rücken, auf die 100 Meter schwimmt Lorenzen stolze 1:02,75 Minuten. Auf dem Neujahrsempfang in Neu Wulmstorf gehörte er in diesem Jahr zu den Sportlern, die im Rathaus geehrt wurden.

Dabei sah es zu Beginn seiner Schwimmerlaufbahn eher nach totaler Wasserverweigerung aus. „Mit vier Jahren habe ich das Seepferdchen gemacht, da hat mich der Trainer mit einem Trick ins Wasser gezerrt“, erzählt Lorenzen grinsend. Ziemlich wasserscheu sei er damals gewesen. Doch als die vier Jahre ältere Schwester im Schwimmbecken durchstartet, mit den ersten Medaillen nach Hause kommt, erwacht der Ehrgeiz. „Ab da wollte ich auch.“

Mit neun Jahren macht Lorenzen das Goldabzeichen, „ich war total motiviert“, geht mit zehn Jahren in die Leistungsgruppe des Vereins. Im Alter von zwölf Jahren startet er zum ersten Mal bei den Landesmeisterschaften, dabei konnte er nur eingeschränkt trainieren. „Schwimmen ist beim TVV eine Sparte, wir sind kein reiner Schwimmverein.“ Dementsprechend knapp bemessen sind die Trainingszeiten: Gerade mal auf sechs Stunden Training in der Woche kommt der junge Sportler. „Bei einer Mitgliederzahl von 400 Leuten im Schwimmbereich muss man sich die Schwimmzeiten im öffentlichen Becken teilen.“

Wer richtig auf Leistung schwimmen will, muss häufiger ins Wasser. In Sportschulen wird vor dem Unterricht und danach geschwommen, da kommen vier Stunden und mehr pro Tag zusammen.

Doch Christoph bleibt dran, mit 17 Jahren ist er auf dem Höhepunkt seiner Leistungen. Dann beginnt seine Lehre zum Elektroniker für Automatisierungstechnik. Der Sportler muss ein halbes Jahr pausieren, steigt danach wieder ein.

Inzwischen trainiert Christoph Lorenzen regelmäßig, fünf Mal pro Woche. Dass er mit 19 Jahren beim Schwimmen noch lange nicht zum alten Eisen gehört, zeigte er kürzlich bei den Kreismeisterschaften: Im Janu-ar holte Christoph drei Mal Gold und einmal Silber. „Ich will schwimmen, solange es geht - mindestens noch ein paar Jahre.“