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Feuerwehr auf Verbrecherjagd

Ortsbrandmeister Andreas Wichers aus Freiburg schlug sich mit 60 Kameraden die Nacht um die Ohren (Foto: sum)

60 Freiwillige an der Suche nach den Einbrechern in Freiburg beteiligt

sum. Freiburg. Drei Jugendliche aus Freiburg und Stade lieferten sich vor zwei Wochen mit der Polizei eine filmreife Verfolgungsjagd. Doch nicht nur die Polizeibeamten waren an dem Einsatz beteiligt, sondern auch rund 60 Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehren Freiburg, Oederquart und Krummendeich.

Wie das WOCHENBLATT berichtete, brachen drei junge Männer im Alter von 17, 18 und 21 Jahren nachts in ein Wohnhaus in Freiburg ein, klauten die Fahrzeugschlüssel und flüchteten mit dem Mercedes des Hausbesitzers. Nach einer Kollision mit einem Streifenwagen mussten die Einbrecher das Auto schließlich am Sperrwerk in Freiburg stehen lassen und machten sich zu Fuß auf die Flucht.

„Um kurz vor drei Uhr nachts bekamen wir die Meldung Personensuche,“ berichtet der Flecken-Ortsbrandmeister Andreas Wichers, „unser erster Gedanke war: Da ist einer in die Elbe gegangen.“ Dass es sich jedoch um die Suche nach den drei Flüchtigen handelte, wussten die Freiwilligen bis dahin noch nicht. „Davon erfuhren wir erst im Laufe des Einsatzes“, erklärt Wichers, der daraufhin auch die Ortswehren Krummendeich und Oederquart alarmierte.
Insgesamt 60 Feuerwehrleute durchkämmten drei Stunden lang das gesamte Deichgebiet von der Elbe in Richtung Freiburg. Mit einem Trecker suchten sie die tiefen Gräben ab. Auch eine Wärmebildkamera kam zu Einsatz. Ohne Erfolg. Der 17-jährige Straftäter aus Freiburg wurde später von der Polizei geschnappt, kam nach Auskunft der Presseabteilung zwischenzeitlich wegen fehlender Haftungsgründe aber wieder frei. Gegen alle drei Täter, denen weitere Einbrüche und eine Brandstiftung zur Last gelegt werden, wurden Ermittlungsverfahren eingeleitet.

„Wir sind immer gerne bereit zu helfen“, erklärt Andreas Wichers, „aber diese Aktion war schon etwas fragwürdig.“ An irgendwelche Gefahren, die von den Gesuchten hätte ausgehen können, dachten die Feuerwehrmänner während des Einsatzes nicht. „Darüber denkt man erst später nach“, erklärt der Ortsbrandmeister. Die Suchaktion wird für die drei Gesuchten nicht ganz billig. „Die Kosten in Höhe von mehreren tausend Euro werden wir den drei jungen Herren in Rechnung stellen“, erklärt der Ortsbrandmeister.