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Angst vor der Obdachlosigkeit

Torsten Schmitt und seine schwangere Ehefrau Christa hängen an dem Haus

Nach Scheidungszoff: Haus zwangsversteigert / Familienvater mit schwangerer Ehefrau in Existenznot / Wer hilft?

tp. Hamelwörden. Scheidung, Zoff ums gemeinsame Eigenheim, Schulden, Zwangsversteigerung: Torsten Schmitt (42) aus Hamelwörden in Nordkehdingen ist nervlich und finanziell am Ende. Nachdem seine Wohnimmobilie kürzlich unter den Hammer kam, plagen den Arbeitslosen Existenzängste: Zum Monatsende droht seiner Familie die Obdachlosigkeit. Die Lage ist prekär: Schmitts neue Ehefrau Christa (30), mit der er eine Tochter (2) und eine Stieftochter (7) hat, ist im fünften Monat schwanger.

So wie bei den Schmitts dürfte es in unzähligen Scheidungsfamilien zugehen: Am Ende sind alle Beteiligten die Leidtragenden. Die dramatische Entwicklung nahm im Jahr 2010 ihren Anfang. Torsten Schmitt trennte sich von seiner damaligen Ehefrau. Nach der Scheidung entbrannte ein erbitterter Streit um den Unterhalt für die beiden gemeinsamen Kinder (6 und 10) und um das mit einem Bankdarlehen finanzierte Einfamilienhaus, das Schmitts Ex-Frau zur Hälfte gehörte.

Nach langem und erbittertem Scheidungskrieg, in dem sich beide Seiten nichts schenkten, wurde das Haus zwangsversteigert. Ein Makler bekam den Zuschlag.
In Torsten Schmitt keimte die Hoffnung auf, in dem Einfamilienhaus, das er mit eigener Hände Arbeit aus einer Ruine zu einem schönen Heim aufgebaut hatte, bleiben zu dürfen. "Der neue Eigentümer bot es mir zum Rückkauf an", sagt er.
Mit finanzieller Hilfe seiner Schwiegereltern wollte Torsten Schmitt das Haus erneut erwerben. "Doch dann platzte die Sache", sagt er mit trauriger Stimme. Der Makler wolle die Immobilie nun plötzlich an eine andere Interessentin vermieten. Ende August soll das Haus laut Schmitt zwangsgeräumt werden.

Nach der Niederlage suchen die Schmitts händeringend eine Wohnung. Doch nach eigenen Angaben kassiert das Paar trotz großer Bemühungen nur Absagen von Vermietern. Das könnte an der unsicheren wirtschaftlichen Situation der Familie liegen: Der einzige Verdiener Torsten Schmitt, der früher als Schweißer und Lkw-Fahrer gutes Geld verdiente, bezieht derzeit ein schmales Krankengeld.

Aufgrund seelischer Belastungen durch den Scheidungskampf sei er psychisch krank geworden, sagt Schmitt. Er ist wegen Suizidgefahr in psychiatrischer Behandlung.

Nach der Verkettung der Unglücke ist die schwangere Christa Schmitt voller Sorgen um ihr ungeborenes Kind: "Ich habe Angst vor einer Fehlgeburt."

• Wer helfen will, meldet sich unter Tel. 0177 - 5555556 (Christa Schmidt).