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Anwohner kämpfen weiter für Tempo 30

Bei den Anwohnern der L111 in Freiburg klappern die Tassen im Schrank, wenn die Lkw durch den Ort brummen

Bürger in Freiburg suchen nach Lösungen für ruhige Ortsdurchfahrt

sum. Freiburg. „Die Wände im Haus erzittern und haben bereits Risse. Das Geschirr klappert im Schrank.“ Mit diesen Sätzen machte Claus List von der Interessengemeinschaft „Gegen den Verkehrslärm“ in der vergangenen Woche im Kornspeicher noch einmal deutlich klar, welche Probleme die Anwohner der L111 mit dem „schweren“ Durchgangsverkehr haben. Unterstützung holte er sich dabei von der Landtagsabgeordneten Petra Tiemann und Bundestagskandidatin Susanne Puvogel.

Zur Erinnerung: Der Antrag der Schule sowie der Anwohner der Allwördener Straße in Freiburg, im Bereich vor der Schule eine Tempo-30-Zone einzurichten, wurde vom Fleckenrat begrüßt, vom Straßenverkehrsamt jedoch abgelehnt. Begründet wurde die Entscheidung mit der übersichtlichen Straßenführung, dem unauffälligen Unfallaufkommen und der vorhandenen Fußgängerampel. Zwischenzeitlich blitzte es bereits einige Mal vor der Schule, aber diese kurzfristige Lösung stimmt die Anwohner nicht milde. Doch auch die Idee eines festen Blitzers kam nicht bei allen an. "Das ist doch nur Abzocke", äußerte sich ein Gast. Petra Tiemann wies darauf hin, dass sich die Anwohner schon einig sein müssten, was sie wollen.

Gemeinsam erörterte die Interessengemeinschaft "Gegen den Verkehrslärm" einige Ideen, wie insbesondere die täglich durchschnittlich 160 Lkw „gezwungen“ werden können, langsam durch den Ort zu fahren. Am liebsten wäre es den Anwohnern natürlich, wenn die Brummis, die überwiegend von der Elbfähre in Richtung Cuxhaven und Bremerhaven oder umgekehrt auf der vermeintlich kürzeren Route durch Freiburg unterwegs sind, den Flecken meiden. Doch können die Lkw-Fahrer nicht gezwungen werden, den gerade mal fünf Kilometer längeren Weg über die Bundesstraßen 495 und 73 zu nutzen.

Mit einer vorgelagerten 70er-Zone müssten die Lastwagen schon vor dem Ortsschild die Geschwindigkeit drosseln und fingen nicht erst am Ortsschild mit dem lauten Bremsvorgang an. Auf die Frage eine Zuhörerin, warum aus Richtung Krummendeich kommend die in Esch bestehende 70er-Zone nur rund einen Kilometer vor der Ortseingang Freiburg wieder aufgehoben ist, erklärte Samtgemeinde-Fachbereichsleiter Ernst Hülsen, dass die Reduzierung nur im Bereich des Ausfahrt des dortigen Kartoffelllagers einzurichten war.

Um weitere Sorgen und Nöte der lärmgeplagten L111-Anwohner zu sammeln und gemeinsam die nächsten Schritte zu planen, trifft sich die Interessengemeinschaft um Claus List am Mittwoch, 15. März, um 19.30 Uhr im Beckmanns Hotel in Freiburg.

• Kontakt Interessengemeinschaft „Gegen den Verkehrslärm“: claus.list1@ewetel.net.