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Auf in den Kampf

Verena Kullick (li.) und Karolin Oldenburg ziehen in ihren mittelalterlichen Gewändern in den Schaukampf

In Freiburg leben und lieben die Schwertschaukämpfer das Mittelalter.


sum. Freiburg.
An jedem Sonntagvormittag kehrt in den Flecken Freiburg das Mittelalter zurück und rund ein Dutzend Schwertkrieger ziehen in historische Gewänder gekleidet "in den Kampf".

Anfang des Jahres gründete der begeisterte Schwertkämpfer Udo Onika (44) in Freiburg eine Gruppe, die unter seiner Leitung regelmäßig den Umgang mit dem Schaukampfschwert erlernt. "Als ich vor fünf Jahren an einem Wochenendkursus für mittelalterlichen Schwertschaukampf teilnahm, hörte ich anschließend sofort mit allen anderen Hobbies auf und begann ein Jahr später mit der Trainerausbildung", beschreibt Onika den Beginn seiner Leidenschaft.

Die Kursteilnehmer in Freiburg leben und lieben die mittelalterliche Kampfkunst ebenfalls. Der Jüngste in der Truppe heißt Lasse und ist gerade mal zwölf Jahre alt. "Das ist jedoch eine Ausnahme. In der Regel beginnt man mit 14 Jahren", erklärt Udo Onika. Auch die Frauen ziehen gerne das Schwert. "Ich habe mich schon immer für Kampfkunst und Mittelaltermärkte interessiert und war total begeistert, als die Sparte gegründet wurde", erzählt Verena Kullick (36). Sie hat ebenso wie die 20-jahrige Karolin Oldenburg bereits den Kämpferschein abgelegt, damit sie auch auf Märkten aktiv "kämpfen" darf. Sehr gerne trifft sich die Gruppe mit Gleichgesinnten in den sogenannten Heerlager. "Wenn man das Schwert erhebt und mit einem Schrei in die Massenschlacht oder auf seinen Partner stürzt, fehlt nur noch ein bisschen Fantasie und man fühlt sich wie ein richtiger Held", berichtet Karolin Oldenburg (20).

Wie der Name es schon beschreibt, wird natürlich nicht mit echten Waffen gekämpft. Die Sicherheit der Schwertkämpfer steht immer im Vordergrund. Daher üben Anfänger zunächst mit einem Holz- oder Kunststoff-Schwert. Erst wenn sie ein Gefühl für die "Waffe" haben, dürfen sie die verschiedenen Angriffs- und Verteidigungsabläufe mit einem – natürlich stumpfen – Metallschwert üben. "Dabei steht man nie einem Gegner, sondern immer einem Partner gegenüber", erklärt Co-Trainerin Christine Burbulla (43).

Sportliche Fitness und ein bestimmtes Alter sind keine Voraussetzung für den Schwertschaukampf. Wer die mittelalterliche Kampfkunstart kennenlernen möchte und den anfänglichen Muskelkater nicht scheut, ist herzlich eingeladen, sonntags ab 11 Uhr in der großen Sporthalle am Schulzentrum in Freiburg vorbeizuschauen.

• Kontakt: udo@schwertschaukampf.de