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Ausgezeichnete Schatzsuche

Kamen zur Förderpreisübergabe zusammen: Hans Lochmann vom Museumsverband (v.li.), Claus Hock vom Schiffahrtsmuseum Brake, Volker von Bargen und Lars Lichtenberg vom Küstenschifffahrtsmuseum Wischhafen, Dr. Christine Keitsch vom Museum in Brake und Rüdiger Meyer von der VGH Regionaldirektion Stade

Kehdinger Küstenschifffahrtsmuseum erhält Förderpreis der VGH-Stiftung


sum. Wischhafen. Es ist der 12. April 1925 in Wischhafen: Hinrich und Magda sind 14 Jahre alt und haben gerade die Schule beendet. Die beiden müssen sich nun überlegen, wie ihre berufliche Zukunft aussehen wird. Wird Hinrich Schipper oder Bauer? Lässt sich Magda zu einer Verkäuferin ausbilden oder wird sie Haushaltshilfe? Mit dieser virtuellen Schnitzeljagd durch Wischhafen schaffte es das Kehdinger Küstenschifffahrtsmuseum bereits zum zweiten Mal, den Förderpreis Museumspädagogik der VGH-Stiftung zu erhalten.

„Ich muss mich als Geocacher outen,“ erläuterte der stellvertretende Museumsleiter Lars Lichtenberg die Anfänge zu dem Projekt „Wherigo“ (Wohin ich gehe). Während es beim üblichen Geocaching darum geht, mit Hilfe eines Navigationsgerätes und Koordinationsdaten Schätze zu finden, handelt es sich bei „Wherigo“ um einen kompletten Spielablauf. Mit Hilfe eines Tablet-PC oder einem Smartphone mit elektromagnetischem Kompass begeben sich die Nutzer gemeinsam mit den virtuellen Figuren Hinrich und Magda ins Jahr 1925 und machen sich auf die Suche nach einem Job. Sie begeben sich an verschiedene Orte in Wischhafen, sammeln virtuelle Gegenstände ein und lösen Aufgaben, um schließlich zu einem versteckten Cache zu gelangen. Anschließend können sich die „Schatzsucher“ im Museum die „per Tablet“ eingesammelten Gegenstände auch „in Echt“ angucken.

In Kooperation mit dem Schifffahrtsmuseum der Oldenburgischen Unterweser reichte das Küstenschifffahrtsmuseum Wischhafen diese Idee im vergangenen Jahr bei der VGH-Stiftung ein und beide Museen erhielten für das gemeinsame Projekt den mit 3.500 Euro dotierten Preis. Jurymitglied Hans Lochmann vom Museumsverband für Niedersachsen und Bremen lobte zum einen die enge Zusammenarbeit von zwei kleinen Museen. Zum anderen hofft er, dass mit dieser virtuellen Schatzsuche gerade junge Besucher „angelockt“ werden, die sich ansonsten mit einem Museumsbesuch schwer tun.

Von dem Preisgeld werden beide Museen jeweils drei für das Spiel erforderliche Tablet-PC anschaffen. Die Schatzsuche soll am internationalen Museumstag (22. Mai) beginnen.